Taschenlampe an Unter Sternen und Baumwipfeln: Eine Nachtwanderung an der Ostsee
Hoch oben am nächtlichen Himmel funkeln sie: winzige Lichtpunkte, die wir Sterne nennen. Habt ihr Lust auf eine Nachtwanderung mit Sternschnuppensichtung? Dann bleibt dran!
- 23.07.2025
- ahrenshoop.travel-Team
Der Nachthimmel hat schon etwas Faszinierendes. Wer ihn aufmerksam betrachtet, entdeckt nicht nur funkelnde Sterne, sondern auch daraus entstehende Sternenbilder und mit etwas Glück sogar eine Sternschnuppe. Am schönsten erlebt ihr das bei einer Nachtwanderung an der Ostsee. Haltet euren Wunsch bereit, denn hier erfahrt ihr alles über die spannendsten Touren und geheimsten Plätze.
Twinkle, Twinkle, Little Star
Ob in Filmen, Serien oder Songs, sie tauchen immer wieder auf: die funkelnden Himmelskörper am Himmelszelt. Sterne haben etwas Magisches an sich, was uns Menschen seit jeher in den Bann zieht. Sie leuchten in dunkler Nacht, erzählen uralte Geschichten und scheinen manchmal fast zum Greifen nah. Und wenn dann plötzlich eine Sternschnuppe über das Himmelszelt huscht, halten die meisten Menschen kurz inne, denn jeder weiß: Jetzt ist der perfekte Moment, um sich etwas zu wünschen. Und wir helfen ein kleines Stück dabei! Heute verraten wir euch nämlich, wo an der Ostsee sich eine Nachtwanderung besonders lohnt und wann die Chancen am besten stehen, eine Sternschnuppe am Himmel zu entdecken. Also Fernglas und Taschenlampe nicht vergessen und los gehts!

Was sind Sternschnuppen überhaupt?
Wer träumt nicht davon, einmal eine Sternschnuppe am Himmel zu entdecken? In der beliebten Kinderserie „Lauras Stern” fällt der kleine Stern einfach so vom Himmel. Doch in der Realität ist das ein wenig anders. Denn so romantisch der Anblick auch ist, bei einer Sternschnuppe handelt es sich streng genommen nicht um einen Stern, sondern um winzige Staub- oder Gesteinsbrocken, auch Meteore genannt, aus dem All. Diese dringen in die Erdatmosphäre ein und verglühen dort. Das sorgt dann für die helle Leuchtspur, die wir als Sternschnuppen am Himmel wahrnehmen. Also ja, es fallen keine Sterne vom Himmel, aber kleine Teilchen, die uns für einen Augenblick zum Staunen bringen. Und vielleicht ist das ja fast genauso schön.
Sind Sternschnuppen Glücksbringer?
Wir schließen die Augen ganz fest und wünschen uns etwas. Aber warum genau sollen Sternschnuppen Glück bringen? In früheren Zeiten, man könnte sagen, als die Menschen noch dachten, die Erde sei eine Scheibe, galt das Firmament als göttlich beseelt. Viele Gläubige waren davon überzeugt, die Sternschnuppen seien herabfallende Dochtstücke, weil die Engel die Himmelskerzen putzten. Wer somit eine Sternschnuppe sah, hoffte auf einen Schutzengel oder göttlichen Beistand.
Übrigens gilt „Schnuppe” als das verkohlte Dochtende einer Kerze und wurde demnach zum Ursprung des Begriffs „Sternschnuppe”.
Wann ist die beste Zeit für Sternschnuppen?
Tatsächlich gibt es bestimmte Zeiten, an denen die Chance viel höher ist, eine Sternschnuppe am Nachthimmel zu entdecken. Zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr in der Früh, habt ihr die beste Sicht. Meteorschwärme sind dazu ein guter Ausgangspunkt. Sie sorgen für wahre Sternschnuppen-Regen und sind der perfekte Zeitpunkt fürs Wünschen und Staunen. Hier habt ihr die Zeiten im Überblick:
- Quadrantiden: Beste Sicht in der Nacht zum 3. Januar
- Mai-Aquariiden: Ihr Höhepunkt liegt um den 5. Mai
- Perseiden: Spektakulärster Sternschnuppenstrom rund um den 12. August
- Geminiden: Besonders aktiv um den 14. Dezember
Was die Namen der Meteorschwärme zu bedeuten haben
Die Namen der Sternschnuppenströme leiten sich in der Regel von dem Sternenbild ab, aus dem sie (nicht wirklich, aber augenscheinlich) am Himmel austreten. Diese nennt man auch Radianten. Dieser Punkt ist der Bereich am Himmel, aus dem die Meteore eines Stroms zu kommen scheinen, obwohl sie natürlich in Wirklichkeit aus dem All in die Erdatmosphäre eintreten.
Die Quadrantiden sind nach einem alten Sternbild („Muralis Quadrans“) benannt, das heute nicht mehr offiziell existiert. Die Mai-Aquariiden haben ihren Ursprung im Sternbild Wassermann (Aquarius) und stammen vom Kometen Halley. Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen und gehören zu den bekanntesten Meteorströmen. Die Geminiden gehen vom Sternbild Zwillinge (Gemini) aus und stammen von einem Asteroiden statt eines Kometen.
Kurz gesagt: Die Namen richten sich nach der Himmelsregion, aus der die Sternschnuppen scheinbar austreten.

Auf in die Natur: Was braucht man für eine Nachtwanderung?
Nachtwanderungen sind schon etwas Schönes. Durch die Dunkelheit zu streifen, der Natur zu lauschen, Sterne zu beobachten und nicht zu vergessen: die besondere Stimmung, die euch nachts erwartet. Ein kleines bisschen Nervenkitzel gehört auch dazu, wenn ihr ein Knacken im Wald hört oder verschiedene Vögel und Tiere Laute von sich geben. Egal ob mit Kindern, Freunden oder als besondere Date-Idee, Nachtwanderungen haben einfach etwas Magisches an sich. Was ihr dabei nicht vergessen solltet, erfahrt ihr hier:
- Wärmende Kleidung (auch im Sommer)
- Stirnlampe oder Taschenlampe
- Handschuhe
- Thermoskanne mit Tee oder Kaffee
- Eventuell Stativ für Nachtfotos
- Ggf. eine Sitzunterlage
- Mückenschutz
- Fernglas
Die Packliste lässt sich natürlich je nach Vorhaben individuell anpassen. Achtet aber in jedem Fall darauf, auf sicheren Wegen zu bleiben und euch nicht zu verlaufen.
Ahrenshoop.travel-Sommer-Tipp: Ihr sucht noch nach Ideen für schöne Unternehmungen, vielleicht sogar für ein romantisches Date? Dann schaut mal in diesen Beitrag. Hier findet ihr alle Sehenswürdigkeiten des Künstlerorts Ahrenshoop auf einen Blick. Und falls euch eher nach einem entspannten Picknick ist – auch die schönsten Picknick-Spots der Region haben wir für euch zusammengestellt.

Nachtwanderungen an der Ostsee: Hier habt ihr den besten Blick!
Auf der Suche nach dem optimalen Blick? Dann seid ihr im richtigen Teil des Beitrags angelangt. Wir zeigen euch nun, wo ihr mit Sicherheit ein paar Sternschnuppen zu Gesicht bekommt. Und falls nicht, sind Nachtwanderungen wunderbar, um die Natur in unterschiedlichen Facetten zu entdecken. Also nichts wie los!
1. Leuchtturmweg
Wenn sich das Licht des Tages langsam verabschiedet und nur noch das Rauschen der Ostsee zu hören ist, wird der Leuchtturmweg zu einem besonderen Ort. Startpunkt ist das charmante Ostseebad Prerow. Von hier führt der Weg durch den urwüchsigen Darßwald und vorbei an Dünenlandschaften bis hin zum leuchtend roten Backstein-Leuchtturm am Darßer Ort – dem nördlichsten Punkt der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.
Besonders bei Vollmond oder in der Dämmerung ist diese Strecke wirklich schön. Unterwegs erwarten euch schmale Wasserläufe, ruhige Waldabschnitte und einsame Strandwege. Euer Blick sollte dabei immer nach oben gerichtet sein, denn vielleicht entdeckt ihr eine Sternschnuppe oder zumindest ein paar Sternenbilder.
2. Osterwald bei Zingst
Auf 800 ha großen Waldgebiet erstreckt sich eines der größten Regenmoore. Genau, es geht um den Osterwald. Besiedelt von Mammutbäumen zeigt sich der Wald von seiner mystischen Seite. Fledermäuse huschen durch die Luft und das Rascheln der Bäume wird zur einzigen Begleitung. Besonders magisch wird es dann, wenn sich der klare Sternenhimmel über den Baumwipfeln auftut. Fernab künstlicher Lichtquellen bietet der Osterwald ideale Bedingungen, um Sternenbilder zu entdecken, den Mond zu beobachten oder einfach durchzuatmen und die Stille zu genießen.
Wichtig zu beachten: Da die Wege stellenweise uneben sind, ist die Tour für kleine Kinder weniger geeignet.
3. Weststrand Ahrenshoop
Der Weststrand Ahrenshoop, ein Klassiker für Sonnenuntergangs- und Nachtwanderungen. Nach Mitternacht habt ihr den Sandstrand mit Sicherheit für euch allein und gleichzeitig den schönsten Blick in die Sterne. Bei richtiger Zeit erspäht ihr die ein oder andere Sternschnuppe und habt natürlich einen Wunsch frei.
Tagsüber zählt der Weststrand zu den schönsten Stränden der Ostsee – rau, naturbelassen und voller Weite. Doch auch nachts zeigt er seinen besonderen Charme. Die Luft ist klar, das Meer rauscht leise, und über euch spannt sich ein weiter Sternenhimmel. Ein Ort, der Ruhe schenkt und Raum lässt zum Träumen.
Mit Glück sichtet ihr auch nicht nur Sternschnuppen, sondern auch Polarlichter. Alle Infos dazu erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Mit Kindern auf Nachtwanderung
Für Kinder ist die Nacht ein kleines Geheimnis. Alles sieht anders aus, die Schatten tanzen und über allem funkeln die Sterne. Eine Nachtwanderung kann für die kleinen Abenteurer zu einem besonderen Erlebnis werden, vorausgesetzt, man bereitet sie gut vor. Damit die Tour nicht früher endet, als sie angefangen hat, haben wir ein paar Tipps für euch, die die Wanderung sicherlich zum vollen Erfolg werden lässt.
1. Vorbereitung ist alles
Manchmal hilft es, vorher über alles, was einen erwartet zu sprechen. Was kann man hören oder sehen? Einfache Erklärungen nehmen Ängste und wecken Neugier.
2. Lichtspiel statt Gruselfaktor
Stirnlampen oder Taschenlampen dürfen bei einer Nachtwanderung natürlich nicht fehlen. Besonders spannend wird es, wenn jedes Kind seine eigene Taschenlampe hat, vielleicht sogar mit Farbfilter. Rotlicht-Taschenlampen eignen sich besonders gut, denn sie schonen die Augen, vor allem beim ständigen Wechsel zwischen dem Blick auf den Boden und in den Sternenhimmel. Unterwegs könnt ihr kleine Lichtspiele machen, Tiere im Unterholz entdecken oder geheimnisvolle Schatten von Ästen und Sträuchern erkunden. So wird der nächtliche Spaziergang zu einem echten Abenteuer.
3. Lauschen und entdecken
Die meisten Kinder lieben es, Geräusche zu erforschen. Lasst sie bewusst hören, beobachten und Fragen stellen.
4. Der Himmel als Highlight
Das große Finale ist natürlich der Blick in den Sternenhimmel. Erklärt den Kleinen einfache Sternbilder oder lasst sie selbst Formen finden. Und falls eine Sternschnuppe vorbeizieht, solltet ihr euch unbedingt etwas wünschen!
Sternenklare Nächte und erholsame Träume in Ahrenshoop
Nach der Nachtwanderung müde und voller neuer Eindrücke ins Land der Träume fallen. Was jetzt zählt, ist ein Rückzugsort zum Wohlfühlen. Wie gut, dass in Ahrenshoop nicht nur der Himmel beeindruckt, sondern auch die Unterkünfte. Weiche Betten, warme Lichter und das sanfte Rauschen der Ostsee im Hintergrund machen die Nacht zum perfekten Ausklang eines besonderen Erlebnisses. Wie wäre es mit einer Auszeit im STRANDHAUS Ahrenshoop oder THE GRAND Ahrenshoop? Dort habt ihr die perfekte Umgebung, um einfach abzuschalten und eure Gedanken schweifen zu lassen. Ob im Wellnessbereich des THE GRAND Ahrenshoop oder bei einem leckeren Gericht im Restaurant ZIMTZIEGE im STRANDHAUS Ahrenshoop – hier bleiben keine Wünsche offen.
Wir wünschen euch eine traumhafte Zeit an der Ostsee und freuen uns, wenn ihr in unseren Hotels vorbeischaut.
Beitragsbild: © Mary Cronos