Meerblick trifft Geschichte Küstendörfer: Warum ihr diese Ostseeorte auf eure Reiseliste setzen solltet

Schon einmal was von Küstendörfern gehört? Wir zeigen euch heute, welche Orte ihr unbedingt einmal gesehen haben müsst, wenn ihr uns an der Ostsee besucht. Überzeugt euch selbst und schnuppert frische Meeresluft.

Meeresbrise und Ostseeluft erwarten euch heute in unserem Beitrag zu den Küstendörfern auf Fischland-Darß-Zingst. Welche Geschichten die jeweiligen Ostseeorte zu erzählen haben, erfahrt ihr hier.

Ostsee, soweit das Auge reicht

Was gibt es Schöneres, als das Meer vor der Haustür zu haben? Aufstehen, kurz blinzeln, vielleicht noch im Schlafanzug und schon liegt die Ostsee vor euch. Die Wellen rauschen, Möwen geben ungefragt ihren Senf dazu und plötzlich fühlt sich alles ein bisschen weniger wichtig an. Wer früh loszieht, erwischt den Strand oft noch im Halbschlaf, dann seid ihr hier ganz für euch. Genau für dieses Gefühl lieben wir die Gegend rund um Ahrenshoop.

Denn hier zählt nicht nur, was ihr seht, sondern wie es sich anfühlt. Freiheit, Gelassenheit und dieses typische Ostseegefühl, das man vor allem in unseren Küstendörfern erlebt.

Heute widmen wir uns genau diesen Küstendörfern, die ihr eventuell nicht alle auf dem Zettel habt. Welche dieser Orte ihr für euren nächsten Ostseeaufenthalt kennen solltet und alles rund um die Geschichte erfahrt ihr hier bei uns.

Wegweiser zwischen Wustrow und Ahrenshoop auf dem Fischland-Darß mit blauem Himmel und Dünenvegetation.
Auf Fischland-Darß-Zingst entdeckt ihr zahlreiche Küstendörfer. Wustrow liegt direkt auf eurem Weg. © Adobe Stock, Ina Meer Sommer

Was sind Küstendörfer?

Küstendörfer an der Ostsee sind mehr als nur „kleine Orte am Meer“, denn sie tragen die Geschichte der Region in ihren Gassen und am Wasser. Hier treffen natürliche Schönheit, jahrhundertealte Tradition und lebendige Kultur aufeinander, also Orte, die seit jeher vom Seehandel, von Fischerei, Hanse und maritimer Lebensart geprägt sind. Diese Dörfer und historischen Orte sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch Zeugen der Vergangenheit, deren Geschichten zwischen alten Häusern und Häfen bis heute spürbar sind.

Welche Küstendörfer gibt es auf Fischland-Darß-Zingst?

Um die Ostsee ranken sich jede Menge idyllischer Küstendörfer, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch reichlich Geschichte in sich tragen. Wir haben recherchiert und euch einige der schönsten Ostseeorte auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zusammengesucht:

Reetgedecktes Haus mit farbiger Haustür und Garten im Ostseeort Ahrenshoop an der Küste von Fischland-Darß-Zingst.
Zwischen Meer und Bodden entwickelte sich Ahrenshoop vom Dorf zur Künstlerkolonie – Reetdachhäuser und liebevoll gestaltete Fassaden prägen bis heute das Ortsbild. © Adobe Stock, Carola Vahldiek

1. Ahrenshoop: Künstlerort zwischen Ostsee und Bodden

Wie sollte es anders sein, natürlich steht der Künstlerort Ahrenshoop für uns ganz oben auf der Liste, wenn es um Küstendörfer auf Fischland-Darß-Zingst geht. Genau genommen gehört Ahrenshoop allerdings nicht zu den klassischen Küstendörfern der Region, zumindest nicht im historischen Sinne. Vielmehr ist es atmosphärisch ein Küstenort, geprägt von Meeresnähe, Weite und einem entschleunigten Lebensgefühl. Denn Küstendörfer sind traditionell Orte, die über Jahrhunderte vom Meer, von der Fischerei und vom Leben zwischen Ostsee und Bodden gelebt haben. Kleine Häfen, Zeesenboote, Kapitänshäuser und eine dörfliche Struktur erzählen hier von einer maritimen Vergangenheit, die bis heute spürbar ist, wie ihr vorhin schon gelernt habt.

Ein typisches Beispiel auf Fischland-Darß-Zingst ist Born, ein Ort, dessen Wurzeln klar in Fischerei und Seefahrt liegen. Dazu kommen wir gleich noch. Ahrenshoop hingegen wurde vor allem als Künstlerkolonie bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts zog es Maler, Schriftsteller und Intellektuelle an diesen besonderen Ort zwischen Meer und Bodden. Statt Fischerei prägten Kunst, Architektur und ein freigeistiger Lebensstil die Entwicklung des Dorfes. Reetdachhäuser, Ateliers und Galerien bestimmen bis heute das Bild und machen Ahrenshoop zu einem Küstenort mit ganz eigener Identität.

Ahrenshoop auf einen Blick:

  • Bekannt geworden als Künstlerkolonie ab dem späten 19. Jahrhundert
  • Lage zwischen Ostsee und Bodden
  • Geprägt von Kunst, Architektur und Natur
  • Kein klassisches Fischerdorf, aber starkes Küstengefühl

Dazu kommt, dass ihr in Ahrenshoop nicht nur viel Kunst und Kultur zu sehen bekommt, sondern auch Sehenswürdigkeiten wie das Ahrenshooper Holz, das Kunstmuseum und die Schifferkirche.

Das war natürlich noch nicht alles, denn alles rund um die Ahrenshooper Sehenswürdigkeiten erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Traditionelles Holzboot im Hafen des Ostseeorts Wieck an der Küste von Fischland-Darß-Zingst.
In Wiek fühlt sich die Ostsee herrlich entspannt und angenehm echt an. © Adobe Stock, michaelstephan

2. Wiek am Darß: Der Stille Ostseeort

Wenn man an Küstendörfer denkt, geht es oft um Fischerei, Seefahrt und ein Leben, das sich nach Wind, Wetter und Wasser richtet. Wiek gehört in diese Welt, auch wenn hier Landwirtschaft lange genauso prägend war.

Während andere Ostseeorte auf Fischland-Darß-Zingst mit der Zeit größer wurden oder sich stärker auf den Tourismus ausrichteten, ist Wiek einfach Wiek geblieben. Keine klassische Gegend mit Promenade und Trubel, sondern ein ruhiger Gegenentwurf. Und das Schöne: Von Ahrenshoop aus ist man schnell hier. Ein kurzer Abstecher und somit ein Ortswechsel, der sich sofort anders anfühlt.

Wiek am Darß im Überblick

  • Ruhiger Ostseeort ohne viel Drumherum
  • Lage nahe der Ostseeküste und mitten im Darß
  • Geprägt von Landwirtschaft, Fischerei und Dorfleben
  • Bio-und Regionalmärkte, Kranichbeobachtung und Zeesbootsegeln gehören zum Programm
  • Ideal für alle, die draußen sein wollen und Ruhe mögen
Reetgedeckte Häuser im Ostseeort Wustrow an der Küste von Fischland-Darß-Zingst.
Wo einst Kapitäne das Sagen hatten, weht heute entspannte Ostsee-Gelassenheit. © Adobe Stock, Karl

3. Wustrow: Ein Seefahrerdorf mit Geschichte seit 1235

Wustrow war einmal eine Insel, und zwar eine heilige, wenn man den slawischen Ursprüngen des Namens „Swante wustrow“ Glauben schenkt. Heute ist das nur noch vom Kirchturm aus zu erahnen, denn in Wustrow muss man genau hinschauen, um die Geschichten zu entdecken. Hier prägten jahrhundertelang keine Künstler die Atmosphäre, sondern handfeste Seeleute. Mit einer Flotte von rund 200 Segelschiffen war das kleine Fischerdorf einst eine maritime Großmacht im Miniaturformat. Die prachtvollen Kapitänshäuschen, die noch heute das Ortsbild prägen, zeugen von dieser stolzen Zeit.

Was könnt ihr nun in Wustrow erleben, fragt ihr euch? Na, da gibt’s jede Menge zu sehen! Wie wäre es beispielsweise mit:

  • Einem Spaziergang durch die Geschichte
    Schlendert durch den Ortskern und haltet Ausschau nach den typischen Kapitänshäusern mit ihren reich verzierten Türen und Giebeln.
  • Maritimes Flair am Hafen
    Am Boddenhafen schaukeln Zeesboote, es riecht nach Salz und Holz, und die Zeit tickt ein bisschen langsamer. Besonders schön zum Sonnenuntergang mit Kamera oder Eis in der Hand.
  • Fischland per Rad entdecken
    Wustrow liegt perfekt für Radtouren Richtung Ahrenshoop oder Dierhagen. Der Weg führt durch Dünen, Wiesen und kleine Wälder, Postkartenmotive inklusive.

Alles rund um Fahrradtouren durch die wunderschöne Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Seebrücke im Ostseeort Prerow mit Blick über die Küste von Fischland-Darß-Zingst.
Lust die längste Seebrücke Deutschlands zu besuchen? Dann solltet ihr mal in Prerow vorbeischauen! © Adobe Stock, Jochen Mank

4. Prerow: Vom Fischer- und Seefahrerort zum Ostseebad

Habt ihr schon von Prerow gehört? Denn dieses sehenswerte Ostseebad befindet sich auf dem Darß, angrenzend an die Halbinsel Zingst. Wie sich also schon vermuten lässt, gehören beide Teile zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Doch genug Geografie, denn der Geschichtsunterricht beginnt. Prerow entstand nämlich ursprünglich als slawische Siedlung. Der Name leitet sich vermutlich von „Prevora“ ab und taucht erstmals im 13. Jahrhundert in Urkunden auf. Schon damals lebten die Menschen hier vom Fischfang und von dem, was Land und Bodden hergaben. Erst im 19. Jahrhundert entdeckte man Prerow als Ort der Erholung. Die frische Seeluft zog Sommergäste an, erste Pensionen entstanden, vorsichtig und ohne den Ort zu verbiegen. Und jetzt könnt ihr hier jede Menge erleben!

  • Schaut euch die längste Seebrücke Deutschlands an!
    Auf der Seebrücke Prerow, der längsten Seebrücke Deutschlands, spaziert ihr dem Sonnenuntergang direkt entgegen und habt dazu noch eine total schöne Aussicht!
  • Entdeckt Natur pur im Darßwald
    Direkt hinter den Dünen beginnt der Darßwald: uralte Buchen, moosige Wege und diese ganz eigene Ruhe. Perfekt für Spaziergänge, kleine Wanderungen oder einfaches Treibenlassen.
Strand und Kurhaus im Ostseeort Zingst an der Küste von Fischland-Darß-Zingst.
Zwischen Strandkorb und Kurhaus zeigt Zingst, wie vielseitig ein Küstenort sein kann. © Adobe Stock, wkbilder

5. Zingst: Von Wind und Wasser geformt

Zingst war nie ein Ort, der es sich leicht gemacht hat. Zwischen Ostsee und Bodden gelegen, musste sich das Küstendorf über Jahrhunderte immer wieder neu behaupten, mal als Insel, mal als schmaler Landstreifen, ständig geformt von Wind und Wasser. Wer hier lebte, brauchte Geduld, Durchhaltevermögen und eine gewisse Gelassenheit gegenüber der Laune der Natur. Geprägt wurde Zingst lange Zeit von der Seefahrt. Kapitäne, Fischer und Händler fuhren von hier aus in die Häfen Nordeuropas, während der Ort selbst bodenständig blieb. Die großen Kapitänshäuser erzählen noch heute von dieser Epoche. Sie stehen für Fernweh, Erfahrung und den Stolz auf ein Leben, das draußen auf See hart erarbeitet wurde.

Heute lebt Zingst von dieser Mischung aus Seefahrertradition und Naturverbundenheit. Der Hafen, die Kapitänshäuser und die Nähe zu Ostsee und Bodden erinnern noch immer an die Vergangenheit, während sich der Ort gleichzeitig als moderner, ruhiger Urlaubsort etabliert hat.

Auch auf Zingst wird es nicht langweilig

  • Hier gibt’s Strand vom Allerfeinsten!
    Wenn ihr Lust auf einen 15 Kilometer langen Strand habt, dann seid ihr auf Zingst goldrichtig. Hier findet ihr natürlich einen Strandkorbverleih, einen Hundestrand, allerhand Restaurants und Beachvolleyballfelder. Spaß und gute Laune kommen hier definitiv nicht zu kurz!
  • Seebrücke mit Tauchgondel
    Was ihr ebenfalls nicht verpassen solltet, wenn ihr in Zingst unterwegs seid, ist die 270 Meter lange Seebrücke mit Tauchgondel, die sogar Platz für bis zu 30 Personen bietet! Bei guten Sichtverhältnissen entdeckt ihr vielleicht den ein oder anderen Meeresbewohner.
Reetgedecktes Kapitänshaus im Ostseeort Born an der Küste von Fischland-Darß-Zingst.
Zwischen reetgedeckten Fischerkaten und Boddenwiesen fühlt sich die Ostsee hier ganz leise an. Born verzaubert mit Ruhe, Tradition und echter Dorfidylle. © Adobe Stock, BirgitMundtOsterw.

6. Born: Ein Ort für Naturliebhaber und Ruhesuchende

Schon einmal das Seebad Born besucht? Falls nicht, dann können wir euch sagen, dass es absolut Zeit wird, denn Born gehört wohl zu den schönsten Küstendörfern weit und breit. Born wurde bereits 1311 erstmals urkundlich erwähnt, also vor mehr als 700 Jahren! Schwer vorzustellen, oder? Der Ostseeort an sich entstand als Fischer- und Seefahrerdorf am Saaler Bodden. Durch die geschützte Lage am Wasser bot Born ideale Bedingungen für Fischerei, kleine Handelsschiffe und später auch für die Schifffahrt. Dabei waren viele Borner als Seeleute oder Kapitäne unterwegs, während das Dorf selbst ruhig und überschaubar blieb.

Typisch für Born sind die reetgedeckten Fischerkaten mit kunstvoll verzierten Türen und Giebeln, die bis heute das Ortsbild bestimmen. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Künstler und Intellektuelle den Ort als Sommerfrische, doch im Gegensatz zu unserem benachbarten Ahrenshoop bewahrte Born seinen bäuerlichen und ursprünglichen Charakter. Während der DDR-Zeit lag Born im Grenzgebiet, was den Zugang einschränkte und größere touristische Entwicklungen verhinderte. Dadurch blieb viel historische Bausubstanz erhalten. Heute steht Born für Ruhe, Naturverbundenheit und Tradition und gilt als eines der authentischsten Küstendörfer auf dem Darß.

Das erwartet euch in Born

  • Kunst und Kultur
    Kleine Galerien, Handwerk, Lesungen und Dorffeste zeigen das kreative Herz des Ortes
  • Natur und Entschleunigung
    Weite Boddenlandschaften, ruhige Wege und viel Raum zum Runterkommen. Perfekt für Spaziergänge, Rad- und Wandertouren.
  • Sportlich aktiv werden
    Segeln, Stand-up-Paddling oder Kajakfahren auf dem Bodden

Frühlingsluft in Ahrenshoop schnuppern

Ostseeorte wie Born oder Ahrenshoop zeigen gerade im Frühling ziemlich schnell, wie wenig es eigentlich braucht: frische Luft, ein bisschen Wind um die Nase und genug Zeit, um einfach loszulaufen und die Gegend zu erkunden. Die Tage werden länger, die Wege ruhiger, und zwischen Ostsee und Bodden fühlt sich alles ein kleines Stück leichter an. Perfekt also für Spaziergänge oder erste Radtouren.

Und wenn ihr dieses Gefühl nicht direkt wieder abgeben wollt, sind das STRANDHAUS Ahrenshoop und THE GRAND Ahrenshoop ziemlich gute Ideen. Beides Orte, an denen ihr nach einem langen Tag draußen einfach ankommt, die Schuhe auszieht und denkt: Ja, genau so. Und falls ihr doch noch Lust habt, kurz die Füße hochzulegen, schadet ein Abstecher ins THE GRAND Spa bekanntlich nie.

Wir hoffen, ihr habt Lust bekommen, die Küstendörfer rund um Fischland-Darß-Zingst selbst zu entdecken und freuen uns auf euren Besuch bei uns!

Beitragsbild: © Adobe Stock, Martin Schlecht

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