Kein Silvesterfeuerwerk in Ahrenshoop Umweltfreundliche Alternativen zum Feuerwerk

Das Jahr ist so gut wie vorbei und das bedeutet, dass Silvester bald wieder vor der Tür steht. Für viele ist Feuerwerk ein fester Bestandteil dieses besonderen Tages, aber es gibt auch kritische Stimmen. Bei uns erfahrt ihr mehr über das Thema und welche Alternativen es gibt.

Bunt, laut, fulminant: Am Silvesterabend sehen wir Feuerwerkskörper vor unserer Haustür und über das Fernsehen auf der ganzen Welt gen Himmel düsen. So schön die Himmelsbilder auch aussehen: Das Feuerwerk stellt leider eine enorme Belastung für die Umwelt dar und auch unsere Haustiere sind gelinde gesagt nicht die größten Silvesterfans. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten in diesem Jahr weitreichende Verbote in Bezug auf den Kauf und das Abfeuern von Feuerwerkskörpern. Bei uns im schönen Ostseebad Ahrenshoop ist das Zünden von Raketen ebenfalls verboten – allerdings aus einem anderen Grund. Wir verraten euch nicht nur mehr über die Hintergründe, sondern auch, wie euer Silvester zu Hause umweltfreundlich und trotzdem nicht weniger schön wird.

Silvesterknaller und Raketen: Woher kommt die Tradition eigentlich?

Der Brauch, das neue Jahr mit einem Silvesterfeuerwerk einzuleiten, gibt es schon länger, als ihr vielleicht denkt. Es wird vermutet, dass das Zünden von Sprengstoff zu einem festlichen Anlass ursprünglich aus China kommt. Dort wurde dieser Brauch wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert praktiziert. Annahmen zufolge gab es das erste Feuerwerk in Europa im Jahr 1379 in Italien. Bei uns in Deutschland wurde im Jahr 1506 das erste Mal ein Feuerwerk gezündet. Unter den Adligen war es bald gang und gäbe, besondere Anlässe wie Geburten sowie Hochzeiten mit einem Feuerwerk zu zelebrieren. Wie wir wissen, hat die Begeisterung seitdem nicht ab, sondern wesentlich zugenommen. Der Verkauf von Knallern, Raketen und Co generiert jede Jahr wieder einen hohen Umsatz.

Bunt und laut: So mögen es viele Leute an Silvester. © Shutterstock, Elpisterra
Es gibt klare Richtlinien, die besagen, wer wann Feuerwerkskörper zünden darf. © Shutterstock, Elpisterra

Wann ist Feuerwerk erlaubt?

Um diese Frage zu beantworten, ist es zunächst einmal wichtig, dass wir zwischen den Klassen unterscheiden, in die Feuerwerkskörper eingeteilt sind. Es gibt vier Abstufungen, die sich zum einen auf die Größe und zum anderen auf das Risiko beziehen. Die ungefährlichsten Feuerwerkskörper gehören zur Klasse I und werden auch als Jugendfeuerwerk bezeichnet. Dieses kann von Jugendlichen über 12 Jahren im ganzen Jahr gekauft werden. Bei Feuerwerkskörpern der Klasse II sieht das Ganze schon anders aus: Diese dürfen nur von Erwachsenen gekauft und auch nur vom 31. Dezember bis zum 01. Januar verwendet werden. Dabei können die Zeiten, in denen die Raketen und Co gezündet werden dürfen, je nach Stadt beziehungsweise Gemeinde variieren. Generell gilt jedoch, dass Feuerwerkskörper nicht vor dem 29. Dezember verkauft werden dürfen.

Was muss man beim Feuerwerk mit Haustieren beachten?

Während die meisten Menschen sich am Feuerwerk erfreuen können, bedeutet Silvester für unsere Haustiere leider Stress pur. Das liegt daran, dass Hunde und Katzen viel besser hören können als wir Menschen und den Lärm daher als sehr viel belastender empfinden. Viele Hunde und Katzen bekommen an Silvester sogar regelrecht Panik. Deshalb ist es wichtig, Katzen, die normalerweise rausgehen, schon im Haus zu behalten, bevor es mit dem Knallen losgeht. Alternativ könnt ihr eure Haustiere für den Silvesterabend auch zu Bekannten bringen, die ruhiger wohnen als ihr.

Es muss nicht immer Feuerwerk sein: Es gibt auch umweltfreundliche Alternativen.
Gemütliches Beisammensein ohne Feuerwerk: So kann die Umwelt entlastet werden.

Wie umweltschädlich ist Feuerwerk?

Der Feinstaub, der durch das Zünden der Silvesterraketen entsteht, ist nicht gut für die Umwelt – keine große Überraschung, oder? Laut dem Umweltbundesamt macht die Belastung durch den Feinstaub an Neujahr mit die höchste des ganzen Jahres aus. Das gilt vor allem für Städte und Ballungsräume. Eine neue Berechnung, die auf der Seite des Bundesumweltamtes veröffentlicht wurde, zeigt, dass jährlich 2.050 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerkskörper entstehen. Das bedeutet, dass etwa ein Prozent der PM10-Gesamtemission auf das Konto von Raketen und weiteren Feuerwerkskörpern gehen. PM10 bezeichnet dabei die Partikelgröße des Staubes, der einen aerodynamischen Durchmesser hat, der unter 10 Mikrometer liegt.

Was gibt es für Alternativen für Zuhause?

Der Umwelt und euren Haustieren zuliebe lohnt es sich also, nach Alternativen zum Silvesterfeuerwerk Ausschau zu halten. Wir haben ein paar Inspirationen für euch zusammengetragen, denn es gibt viele Aktivitäten, die an Silvester Spaß machen und nichts mit einem Feuerwerk zu tun haben.

  • Es werde Licht
    Auf schönes Licht müsst ihr auch ohne großes Feuerwerk nicht verzichten. Wenn ihr draußen mit euren Nachbarn plauscht, könnt ihr ebenso Laternen, Fackeln und Wunderkerzen entzünden. Darüber freuen sich auch die Kleinen der Familie sehr. Ein Feuerkorb im Garten bereitet ebenfalls Freude und schafft eine gemütliche Atmosphäre!
  • Lichtershows statt Feuerwerk
    Eine sehr schöne Alternative zum Feuerwerk sind Lichtershows. Eine aufwendige Lichtershow könnt ihr zu Hause zwar eher nicht auf die Beine stellen, aber dafür könnt ihr euch sicherlich im Fernsehen die eine oder andere Show ansehen.
  • Gute Wünsche fürs neue Jahr
    Bevor das neue Jahr beginnt, nehmen sich viele gute Vorsätze vor. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch ein paar Wünsche auf ein Blatt Papier schreiben und dieses gemeinsam mit euren Liebsten verbrennen.
  • Selbstgemachte Krachmacher
    In der Silvesternacht sollen durch den Lärm, der gemacht wird, böse Geister vertrieben werden. Dieses Ritual hat einen heidnischen Ursprung und bereits zur Zeit des Mittelalters wurde mit allem, was zweckdienlich war, Krach gemacht. Wenn ihr Lust auf umweltfreundlichen Lärm habt, könnt ihr zum Beispiel alte Dosen mit kleinen Steinen oder Kirschkernen befüllen und diese kräftig schütteln.
  • Konfettikanone um Mitternacht
    Um das neue Jahr gebührend zu begrüßen, könnt ihr auch eine Konfettikanone “zünden”. Es gibt einen lauten Knall und der bunte Konfettiregen macht Groß und Klein Spaß. Allerdings solltet ihr die Konfettiparty nach drinnen verlegen, damit ihr den Müll hinterher auch umweltgerecht beseitigen könnt.
Feuerwerk verboten: Das ist in diesem Jahr an vielen Plätzen die Devise. © Shutterstock, Miriam Doerr Martin Frommherz
Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Feuerwerksplanung in diesem Jahr. © Shutterstock, Miriam Doerr Martin Frommherz

Wo ist Feuerwerk verboten?

Corona nimmt auf viele Bereiche unseres Lebens Einfluss, und das gilt auch für die Silvesterplanung. Das Zünden von Feuerwerk ist in diesem Jahr aufgrund der Pandemie auf vielen öffentlichen Plätzen, beispielsweise in Hamburg und Rostock, verboten. Seit dem 13. Dezember gibt es diesbezüglich ein Update: Unsere Kanzlerin verkündete im Rahmen einer Pressekonferenz, dass Silvesterraketen und Böller nicht verkauft werden dürfen. Außerdem wurde ein Versammlungsverbot für öffentliche Plätze beschlossen. Die Kommunen entscheiden allerdings selbst, wo das Feuerwerks- und Böllerverbot gelten wird. Wenn ihr bereits Feuerwerkskörper gekauft habt, dürft ihr diese an Plätzen, die nicht öffentlich sind, abfeuern. Allerdings wird dringend davon abgeraten, um weitere Belastungen des Gesundheitssystems durch mögliche Verletzungen zu vermeiden. Weiterhin gilt, dass sich auch an Silvester nicht mehr als zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürfen.

Wieso darf es in Ahrenshoop und ähnlichen Gebieten kein Feuerwerk geben?

In unserem schönen Ostseebad Ahrenshoop ist das Zünden von Raketen auch unabhängig von Corona verboten. Das liegt daran, dass bei uns viele der Häuser mit einem Reetdach gedeckt sind, das leicht in Brand geraten kann. In der Vergangenheit hat unser ahrenshoop.travel-Team bewiesen, dass man sicheres und umweltbewusstes Feiern wunderbar vereinen kann, und zwar mit einer fulminanten Licht- und Feuershow vor dem Wellnesshotel THE GRAND. Diese kann leider in diesem Jahr nicht stattfinden und wir wissen schon, was wir uns für das nächste Jahr wünschen: Dass wir alle gesund bleiben und ihr uns ganz bald wieder an der Ostsee besuchen könnt.

Beitragsbild: © Shutterstock, Kan bokeh

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