Mehr Power, weniger Belastung Aquafitness: Wenn Wasser auf Sport trifft

Warum an Gewichten stemmen, wenn ihr Wasser und Sport miteinander verbinden könnt? Aquafitness bringt euren Kreislauf in Schwung und eure Muskeln zum Arbeiten. Warum das so gut ist, erfahrt ihr in unserem Beitrag.

Aquafitness ist nur etwas für Rentner? Von wegen. Der Sport im Wasser wird oft unterschätzt und hat deutlich mehr zu bieten, als viele vermuten. Bleibt dran und erfahrt, was wirklich dahintersteckt.

Das etwas andere Workout

Wenn wir Aquafitness hören, haben viele sofort das Bild von Senioren im Kopf, die im Urlaub bei der Pool-Animation mitmachen, schließlich will man sich ja „auch mal ein bisschen bewegen“. Doch dieses Klischee beschreibt eher die klassische Wassergymnastik.

Tatsächlich ist Aquafitness ein intensives und überraschend effektives Training. Der natürliche Widerstand des Wassers fordert eure Muskulatur bei jeder Bewegung, während der Auftrieb eure Gelenke entlastet. So kombiniert Aquafitness Kraft, Ausdauer und Koordination, ohne harte Belastung oder schweres Gerät.

Kurz gesagt: Aquafitness ist kein gemütliches Planschen, sondern ein ernstzunehmender Sport im Wasser. Und wer es ausprobiert, merkt schnell, dass es stärker wirkt, als man denkt. Alles, was ihr dazu wissen müsst, erfahrt ihr in diesem Beitrag, also ab ins Wasser!

Was ist Aquafitness?

Wir haben es gerade schon angeschnitten, Aquafitness ist ein sportliches Ganzkörpertraining im Wasser. Auch unser Sport- und Fitnesskaufmann Hannes Plath, zugleich SPA-Manager im THE GRAND Ahrenshoop, bringt es treffend auf den Punkt: „Aqua Fitness ist nichts anderes als Sport und Bewegung im Wasser, wobei die Betonung auf Fitness liegt.“ Dabei nutzt ihr den natürlichen Widerstand des Wassers, um Muskeln zu kräftigen, die Ausdauer zu verbessern und vor allem die Koordination zu schulen. Denn: „Durch den Wasserwiderstand ist jede Bewegung schwerer als in der Normalform, jedoch durch den Wasserauftrieb gelenkschonender.“

Das Training findet meist im brusttiefen Becken statt und kombiniert dynamische Bewegungen wie Laufen, Springen, Armzüge oder Rotationen mit gezielten Kräftigungsübungen. Neben Kraft werden so auch Ausdauer und Koordination gleichermaßen trainiert. Oft kommen Hilfsmittel wie Poolnudeln, Aqua-Hanteln oder Boards zum Einsatz, um den Widerstand zu erhöhen und bestimmte Muskelgruppen intensiver anzusteuern.

Was ist der Unterschied zwischen Aquafitness und Wassergymnastik?

Der Unterschied zwischen Aquafitness und Wassergymnastik liegt vor allem in der Intensität, Zielsetzung und Trainingsausrichtung, auch wenn beides im Wasser stattfindet. Aquafitness ist ein sportliches, oft dynamisches Ganzkörpertraining. Hier steht der Fitnessgedanke im Vordergrund: Kraft, Ausdauer, Koordination und teils auch Schnelligkeit werden gezielt trainiert. Die Übungen sind meist intensiver, der Puls steigt deutlich an und häufig kommen Trainingsgeräte zum Einsatz. Aquafitness hat klaren Workout-Charakter.

Wassergymnastik dagegen ist in der Regel ruhiger und stärker gesundheitsorientiert. Der Fokus liegt auf Mobilisation, Beweglichkeit und sanfter Muskelaktivierung. Die Belastung ist geringer, die Bewegungen kontrollierter und das Tempo moderat. Sie wird häufig im Präventions- oder Reha-Bereich angeboten, oftmals auch in Hotels.

Gruppe unterschiedlichen Alters beim Aquafitness im Pool.
Aquafitness spricht alle Altersgruppen an und lässt sich individuell an das jeweilige Leistungsniveau anpassen. © Adobe Stock, Rido

Für wen ist Aquafitness geeignet?

Für wen eignet sich Aquafitness eigentlich, fragt ihr euch? Auch darauf hat Hannes Plath eine Antwort: „Von Muskelmaschinen bis zu älteren Personen können alle Menschen Aquafitness machen. Für Fitnessaffine ist der Wasserwiderstand und eventuelle Hilfsmittel ein neuer Trainingsreiz, für ältere Personen steht das Glenk schonende und Herz-Kreislauf aktivierende Training im Vordergrund. Menschen ohne sportliche Vorbelastungen werden schon durch den Auftrieb und die daraus resultierende Koordination getriggert.”

Vorteile von Aquafitness

  • gelenkschonend und stärkt die Muskulatur
  • ideal für Menschen mit Übergewicht, denn durch den Auftrieb ist das Training trotz höherem Körpergewicht leicht ausführbar
  • hoher Energieverbrauch durch Wasserwiderstand
  • Stärkung von Herz und Lunge
  • Kräftigung des Herzmuskels und des Herz-Kreislauf-Systems
  • niedrigere Herzfrequenz während des Trainings im Wasser
  • Förderung der Durchblutung
  • Massageeffekt für Haut und Gewebe durch Wasserdruck
  • geeignet für Muskelaufbau und Gewichtsreduktion
  • Training mit oder gegen den Wasserwiderstand für unterschiedliche Intensitäten

Wird Aquafitness von der Krankenkasse bezahlt?

Tatsächlich übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen einen Teil der Kosten für Aquafitness, meist als bezuschusster Präventionskurs oder bei ärztlicher Verordnung als Rehasport. Oft werden etwa 80 % der Kursgebühren (bis zu einem festgelegten Höchstbetrag) erstattet, sofern der Kurs das Siegel „Deutscher Standard Prävention“ trägt. Wir empfehlen euch aber, bei eurer Krankenkasse direkt nachzufragen.

Wie oft sollte man Aquafitness in der Woche machen?

Wie oft ihr Aquafitness pro Woche machen solltet, hängt in erster Linie von eurem persönlichen Ziel und eurem aktuellen Fitnesslevel ab. Möchtet ihr langsam einsteigen und euch zunächst an das Training im Wasser gewöhnen, reichen in der Regel ein bis zwei Einheiten pro Woche aus. So kann sich euer Körper an den Wasserwiderstand anpassen und ihr spürt bereits erste positive Effekte auf Kraft und Ausdauer.

Wenn ihr gezielt Muskulatur aufbauen, eure Fitness verbessern und zusätzlich Kalorien verbrennen möchtet, sind zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche ideal. In dieser Frequenz kann sich euer Körper kontinuierlich weiterentwickeln, ohne überlastet zu werden.

Für ambitionierte Sportler dürfen es auch drei bis vier Einheiten wöchentlich sein. Wichtig ist dabei jedoch, ausreichend Regenerationszeit einzuplanen. Denn Muskeln wachsen und werden stärker nicht während des Trainings, sondern in den Erholungsphasen dazwischen. Grundsätzlich gilt: Die optimale Trainingshäufigkeit hängt auch von der Intensität der Einheiten und deren Dauer ab. Je fordernder das Training, desto wichtiger sind bewusste Pausen für nachhaltige Fortschritte.

Hilfsmittel im Aquafitness in einem Pool.
Nutzt beim Aquafitness unterschiedliche Trainingsgeräte wie Hanteln, Poolnudeln oder weitere Tools für mehr Widerstand. © Adobe Stock, Georgiy Pashin

Mit diesen Hilfsmitteln holt ihr alles aus dem Wassersport heraus

Kommen wir zuallererst zu typischen Hilfsmitteln, die dem Auftrieb und der Unterstützung dienen, wenn es um Aquafitness und Wassersport im Allgemeinen geht:

  • Poolnudel
    Klassiker für Gleichgewicht, Beinübungen, oder als Widerstand
  • Schwimmbrett
    zur Stabilisation und für gezieltes Beintraining
  • Auftriebsgürtel
    unterstützt Übungen im Tiefwasser
  • Aqua-Jogging-Gürtel
    hält euch beim Laufen im Tiefbecken sicher über Wasser

    Widerstand und Kraft
  • Aqua-Hanteln
    erhöhen den Widerstand bei Armübungen
  • Handpaddles vergrößern die Wasserfläche, mehr Kraftaufwand
  • Aqua-Discs
    runde Widerstandsscheiben für intensives Armtraining
  • Wasserhandschuhe
    mehr Widerstand bei schnellen Bewegungen

    Intensivierung für Beine & Core
  • Aqua-Manschetten
    zusätzlicher Widerstand an Armen oder Beinen
  • Aqua-Step Plattform
    für Kraft- und Koordinationsübungen
  • Aqua-Trampolin
    ermöglicht dynamisches Training im Wasser

    Für Fortgeschrittene
  • Aqua-Bike
    Radfahren im Wasser mit gelenkschonender Belastung
  • Aqua-Crosstrainer effektives Ganzkörper-Cardio im Becken

Die Hilfsmittel im Wassersport sind unglaublich vielseitig, probiert euch also gern einfach aus. In den meisten Kursen wird euch die komplette Ausrüstung ohnehin gestellt.

Hannes Plath aus dem THE GRAND Ahrenshoop sitzt vor dem hauseigenen Pool.
Sport- und Fitnesskaufmann Hannes Plath sorgt im THE GRAND Ahrenshoop für Bewegung im Wasser.

Aquafitness im THE GRAND Ahrenshoop

Ihr spielt mit dem Gedanken, Aquafitness auszuprobieren, seid euch aber noch unsicher, was euch erwartet? Dann solltet ihr Aquafitness im THE GRAND Ahrenshoop ausprobieren. Hier trainiert ihr im modernen Innenpool unter professioneller Anleitung. Das brusttiefe Wasser sorgt für gelenkschonenden Widerstand, während die moderne Wellnessatmosphäre den sportlichen Impuls mit Entspannung verbindet. Weitere Eindrücke vom Pool und Spa findet ihr hier.

Typischerweise gliedert sich das Training in drei Phasen:

Aufwärmen

  • lockeres Gehen oder leichtes Joggen im Wasser
  • Mobilisation von Schultern und Hüfte

Aktivphase

  • dynamische Schrittfolgen oder Aqua-Jogging Kräftigungsübungen für Arme, Beine und Core
  • kurze Intervallabschnitte für mehr Intensität

Entspannung

  • ruhige Bewegungen
  • Dehn- und Atemübungen im Wasser

Wie abwechslungsreich eine Einheit im THE GRAND Ahrenshoop aufgebaut ist, erklärt euch Sport- und Fitnesskaufmann Hannes Plath:

„Von einer einfachen Erwärmung zu Übungen für einzelne Muskelpartien zu Ganzkörperübungen versuchen wir für alle Teilnehmenden eine runde Trainingseinheit zu erschaffen. Nach Möglichkeit versuchen wir auf jeden Teilnehmenden einzugehen und Übungen für sein Leistungsniveau zu finden. Das Ganze immer mit einer Prise Humor versehen.“

Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, welche Aufgaben ein Fitnesskaufmann im Hotel übernimmt, schaut gern in unseren Magazinbeitrag. Und Falls ihr danach noch nicht genug von Bewegung und Sport habt, werft gern einen Blick in unseren Beitrag über Workout-Übungen am Strand.

Aquafitness und Abnehmen: Wie hoch ist der Kalorienverbrauch wirklich?

Viele fragen sich, ob man mit Aquafitness abnehmen kann. Die Antwort lautet: Ja, wenn Regelmäßigkeit und Intensität stimmen. Durch den natürlichen Widerstand des Wassers verbraucht der Körper mehr Energie als bei vergleichbaren Bewegungen an Land. Je nach Intensität können bei einer 45-minütigen Einheit etwa 300 bis 500 Kalorien verbrannt werden. Bei sehr dynamischen Intervallformaten sogar noch mehr. Der Vorteil ist, dass der Körper ständig gegen den Wasserwiderstand arbeitet. Dadurch wird die Muskulatur ganzheitlich aktiviert. Mehr Muskelmasse wiederum erhöht den Grundumsatz, also den Kalorienverbrauch im Alltag.

Wichtig ist jedoch, dass nachhaltige Gewichtsreduktion durch die Kombination aus Bewegung, ausgewogener Ernährung und Regeneration entsteht. Aquafitness kann dabei ein wirkungsvoller Bestandteil sein.

Person steht auf einem Stand-Up-Paddle-Board auf der ruhigen Ostsee.
Aquafitness ist euch nicht genug? Die Ostsee liegt direkt vor der Tür und ein SUP bekommt ihr in Ahrenshoop bei warmem Wetter ganz unkompliziert.

Noch mehr Bewegung auf dem Wasser

Aquafitness ist euch zu strukturiert oder ihr möchtet zusätzlich noch eine andere Art von Bewegung im oder auf dem Wasser ausprobieren? Dann bietet Ahrenshoop beste Voraussetzungen für abwechslungsreichen Wassersport. Eine besonders beliebte Alternative ist Stand-Up-Paddling. Dabei trainiert ihr nicht nur eure Beine, sondern vor allem eure Körpermitte, euer Gleichgewicht und eure Ausdauer. Anders als beim klassischen Workout im Becken bewegt ihr euch hier frei auf dem Wasser und erlebt die Küstenlandschaft aus einer ganz neuen Perspektive. Das sanfte Gleiten über die Ostsee oder den Bodden wirkt entschleunigend und gleichzeitig aktivierend. Wenn ihr mehr über Technik, Ausrüstung und die besten Spots erfahren möchtet, schaut gern in unseren Beitrag dazu.

Pool- und Wellnessbereich im Ostseehotel THE GRAND Ahrenshoop.
Jetzt seid ihr bereit für eure Aquafitness-Einheit an der Ostsee. Und danach bleibt sogar noch Zeit, im Wellnessbereich des THE GRAND Ahrenshoop zu entspannen.

Bereit für Aquafitness in Ahrenshoop?

Trendsportarten wie Paddle oder Pilates sind ja aktuell in aller Munde, doch vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment für etwas Abwechslung. Zeit, euch ins Wasser zu wagen! Denn wie ihr gesehen habt, ist Wassersport alles andere als gemütliches Planschen. Das Training ist gelenkschonend und gleichzeitig überraschend intensiv. Der Wasserwiderstand fordert eure Muskeln bei jeder Bewegung, während der Auftrieb euren Körper entlastet. Eine Kombination, die effektiv, fordernd und dabei angenehm erfrischend ist.

Und nach einer intensiven Einheit im Wasser darf die Regeneration natürlich nicht zu kurz kommen. Wie wäre es im Anschluss mit einem Saunagang oder einer wohltuenden Massage? Oder entdeckt in unserem Beitrag weitere Erholungsmöglichkeiten von Ayurveda bis Waldbaden und macht eure aktive Auszeit zu einem ganzheitlichen Erlebnis für Körper und Geist.

Wenn ihr also Lust habt, Aquafitness zu eurer neuen Trendsportart zu machen, bietet sich euch im THE GRAND Ahrenshoop, in direkter Ostseelage, die perfekte Gelegenheit. Hier könnt ihr sofort ins Wasser starten und einen passenden Kurs buchen. Also, reinspringen und ausprobieren.

Beitragsbild: © Adobe Stock, Kalim

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