Eine Reise in die Vergangenheit Es war einmal – die Geschichte des THE GRAND Ahrenshoop

Das Gebäude des THE GRAND Ahrenshoop ist unverwechselbar mit seiner großen Glasfront und den vielen Balkonen. Aber habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es dort überhaupt hinkam? Eines lasst euch gesagt sein: Das THE GRAND hat eine lange Geschichte hinter sich.

Das THE GRAND ist ein Haus mit Tradition. Denn einiges, was heute so typisch für unser Hotel ist, konnten die Gäste dort schon vor vielen Jahrzehnten genießen. Andere Dinge haben sich dagegen stark verändert – zum Beispiel der Name des Hotels. Wir möchten heute mit euch eine Reise in die Vergangenheit wagen und der Geschichte des Hotels auf den Grund gehen.

Wann wurde das THE GRAND Ahrenshoop gegründet?

Schon im 19. Jahrhundert wussten die Besucher der Ostsee einfach, was gut ist und haben sich eine Auszeit in unserem schönen Hotel gegönnt. Genau genommen wurde das Haus bereits im Jahr 1891 gegründet. Und das Hotel war nicht irgendeines. Es handelte sich um ein Hotel mit besonderer Ausstattung und einem unverwechselbaren Ausblick über die Ostsee, den ihr auch heute noch erleben könnt.

1919 wurde das Hotel "Kurhaus" getauft.
1919 erhielt das Hotel den Namen „Kurhaus“.

Wie ging es mit dem Haus weiter?

Das nächste große Ereignis geschah im Jahr 1911. In diesem Jahr hat nämlich Fräulein von Walsleben das Restaurant “BOGISLAV” erworben. Walsleben war ein Adelstitel, der – so sagt man – vom gleichnamigen altmärkischen Ort stammt.

Im BOGISLAV versammeln sich unsere Gäste auch heute noch Tag für Tag und lassen es sich gut gehen. Egal, ob morgens bei einer heißen Tasse Kaffee und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, oder am Nachmittag bei einem Tee mit Blick auf die Ostsee. Das BOGISLAV hält für euch alles bereit, was das Herz begehrt. Doch zurück ins 20. Jahrhundert. Nachdem Fräulein von Walsleben das BOGISLAV gekauft hat, wurde das Hotel erst einmal umfassend modernisiert und schließlich unter neuem Namen eröffnet. Das war die Geburtsstunde des “Haus Wenden”.

Neun Jahre später hat das Hotel noch einmal den Besitzer gewechselt. Genau genommen gab es sogar zwei. Der Ribnitzer Stadtrat a.D. Falkenberg und der Krefelder Seidenweber Oetker kauften das Haus und waren ab dem Jahr 1919 stolze Inhaber des Hotels, welches sie ein Jahr später dann schließlich “Kurhaus” tauften.

Welche Veränderungen kamen 1953 auf das Kurhaus zu?

1953 wurde das Hotel verstaatlicht. Und damit nicht genug. Denn schon wieder hat man beschlossen, den Namen des Hotels zu ändern. Doch “THE GRAND” hieß es immer noch nicht. Erst einmal wurde es zum “Kurhotel” umgetauft. Betrieben wurde es ab dem Jahr 1953 vom FDGB-Feriendienst Rostock. Schon ein Jahr später wurde es vom DDR-Kultusministerium übernommen. Doch auch damit war es 13 Jahre später wieder vorbei, denn das Kurhotel wurde 1968 geschlossen. Etwas Neues sollte her. Daher entschied man sich dafür, einen Neubau zu errichten. Man mag vielleicht denken, dass es sich bei dem Neubau um das heutige Hotel handelt. Nein, wir sind noch längst nicht am Ende der Geschichte. Der damalige Neubau sah wie folgt aus:

Eröffnet wurde das neue Hotel am 18.07.1970. Es handelte sich dabei um ein rechtwinkliges und eher streng wirkendes neues Gebäude. Ein wenig ähnelte das Kurhotel dem heutigen Hotel. Man erkannte es nämlich schon von weitem an der großen Glasfront, die den Gästen vom Speisesaal aus den atemberaubenden Ostseeblick ermöglichte. Selbstverständlich durfte auch eine moderne Küche nicht fehlen, denn gutes Essen ist bei einem Urlaub in Ahrenshoop ein Muss.

Fünf Jahre später wurde Erich Kalweit zum Hotelleiter. Übrigens: Viele Gäste kamen damals vor allem wegen des Restaurants nach Ahrenshoop. Denn zu jener Zeit war das Herbergsgeschäft noch nicht so erfolgreich wie heute. Das sah ganz anders aus, wenn Veranstaltungen wie Sommernachtsbälle oder besondere kulinarische Länderveranstaltungen stattfanden.

Nach der Wende ist das Hotel immer mehr zerfallen.
Die Wende und der Leerstand haben ihre Spuren am Hotel hinterlassen.

Wie ging es nach der Wende weiter?

Ihr ahnt es vielleicht bereits: Die Wende ging nicht so spurlos am Kurhotel vorbei. Mitarbeitende wurden entlassen und nach einiger Zeit hat das Haus seinen Zweck als Herberge vollends verloren. Wo sich Jahre zuvor noch Gäste schöne Tage und Abende machten, verfällt das Haus nun mehr und mehr. Nur ab und zu fanden sich dort noch Menschen zusammen, um an kulturellen Attraktionen teilzunehmen.

Welche Attraktionen fanden dennoch statt?

Eine der Ausstellungen, die man sich zu damaligen Zeiten im Hotel ansehen konnte, war “Zeiten und Räume” vom Berliner Künstler Philipp Geist. Mit seiner Videoinstallation “time lines” zeigte er den begeisterten Besuchern einen Teil seiner Ausstellung. Das Besondere dabei war, dass er komplett auf Leinwände verzichtet hat und stattdessen direkt auf die Fensterfront des Kurhauses projizierte.

Der Name THE GRAND ist noch gar nicht alt.
Dass das Hotel schließlich „THE GRAND“ genannt wurde, ist noch gar nicht lange her.

Wann wurde das Kurhaus zum THE GRAND Ahrenshoop?

Wie ihr wahrscheinlich bereits vermutet, musste das verfallene Kurhotel früher oder später einfach abgerissen werden. 2008 war es so weit – es wurde aber nach zwei Jahren schon wieder aufgebaut. Dieses Mal trug es den Namen “Kurhaus Grand Hotel Moderne”. Wir kommen unserem heutigen Namen also schon ein Stückchen näher. Doch der Name stimmte noch immer nicht. Irgendetwas anderes musste her. So wurde es neben zahlreichen weiteren Namensänderungen mal zum “Grand Hotel & Spa Kurhaus Ahrenshoop” und mal zum “Grand Hotel Ahrenshoop”. 2015 entschied man sich dann für das Wesentliche. Kurz und prägnant sollte der Name sein und so hat man beschlossen: Das Hotel soll “THE GRAND Ahrenshoop” heißen.

Schöner denn je

Auch wenn sich seit dem Jahr 1891 so einiges an unserem Hotel verändert hat, so ist doch eines gleich geblieben: Das THE GRAND Ahrenshoop war schon damals etwas Besonderes und diese Besonderheit haben wir beibehalten. Ihr könnt es euch heute bei ausgezeichnetem Essen im Restaurant WEITBLICK bequem machen und den Blick über die Ostsee schweifen lassen oder die Seele in unserem 3000 Quadratmeter großen Spa- und Wellnessbereich baumeln lassen.

Und wem die Geschichte des THE GRAND Ahrenshoop nicht reicht und am liebsten die Geschichte von ganz Ahrenshoop erfahren möchte, sollte sich diesen Beitrag auf keinen Fall entgehen lassen.

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