So schmeckt der Advent Ein Stück Weihnachten von der Ostsee: Christstollen backen im THE GRAND Ahrenshoop
Weihnachten steht vor der Tür und im THE GRAND Ahrenshoop wird schon fleißig gebacken! Warum hier die Adventszeit besonders lecker ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
- 26.11.2025
- ahrenshoop.travel-Team
Es duftet nach Butter, Zimt und Muskatblüte, Weihnachten ist nicht mehr weit. Und auch wenn Stollen nicht jedermanns Lieblingsgebäck ist, weiß Chef-Patissier Stefan Lösch aus dem THE GRAND Ahrenshoop genau, was ihn so besonders macht.
Alle Jahre wieder
Zugegeben, Weihnachten wäre auch ohne Geschenke schön, aber ohne die typischen Leckereien? Undenkbar! Zwischen Plätzchenduft und heißen Getränken darf ein Klassiker nie fehlen: der Christstollen. Im THE GRAND Ahrenshoop wird dieser jedes Jahr mit viel Liebe frisch gebacken. Worauf es dabei ankommt und welche Tipps Chef-Patissier Stefan Lösch bei der Zubereitung hat, erfahrt ihr hier bei uns.

Woher kommt der Stollen?
Der Christstollen blickt auf eine lange Tradition zurück und seine Geschichte beginnt, wie ihr vielleicht schon wisst, in Sachsen. Bereits im 14. Jahrhundert wurde der Stollen erstmals urkundlich erwähnt, damals jedoch noch als schlichtes Fastengebäck aus Mehl, Hefe, Wasser und Öl. Butter und Milch waren in der Adventszeit streng verboten, da sie als zu üppig galten.
Ende des 15. Jahrhunderts änderte sich das dann. Mit dem sogenannten „Butterbrief“ erlaubte der Papst den sächsischen Bäckern schließlich, Butter für ihren Stollen zu verwenden, gegen eine kleine Abgabe, versteht sich. Von da an entwickelte sich das Gebäck nach und nach zu dem, was wir heute kennen und lieben. Die berühmteste Variante ist bis heute der Dresdner Christstollen, der sogar als geschützte Spezialität gilt und ausschließlich in Dresden gebacken werden darf.
Warum heißt es Christstollen?
Seinen Namen verdankt der Christstollen dem Gedanken, dass seine Form und Farbe an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern:
- Die längliche, gewölbte Form steht für das in Tücher gehüllte Kind,
- der weiße Puderzucker symbolisiert die Windeln oder Reinheit,
- und die goldgelbe, buttrige Füllung im Inneren steht sinnbildlich für das Licht und die Freude, die Weihnachten bringt.
So wurde aus dem schlichten Stollen mit der Zeit der „Christstollen“, ein Gebäck, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch eine kleine religiöse Geschichte in sich trägt.
Falls ihr noch nach Inspiration für euer Weihnachtsgericht sucht, findet ihr hier ein tolles Rezept zum Nachmachen.

Das macht einen guten Stollen aus: Chef-Patissier Stefan Lösch im Interview
Und wer könnte uns besser erklären, was einen wirklich guten Stollen ausmacht, als jemand, der ihn jedes Jahr mit Leidenschaft backt? Wir haben Chef-Patissier Stefan Lösch vom THE GRAND Ahrenshoop gefragt und spannende Einblicke in die Kunst des perfekten Stollens bekommen.
Was ist bei der Zubereitung wichtig?
„Beim Stollenbacken kommt es auf jedes Detail an“, gibt Stefan Lösch an. Die Teigtemperatur darf 24 °C nicht überschreiten, sonst geht der Teig zu sehr auf und wird trocken. Ebenso wichtig ist die Reihenfolge der Zutaten. Erst die Grundzutaten, dann (ganz zum Schluss) die eingelegten Früchte. So bleibt die Temperatur niedrig und nichts verklumpt. Für besonders saftige Ergebnisse werden die Früchte, wie vorhin bereits erwähnt, gründlich im Rum eingeweicht, und nach dem Backen darf der Stollen noch in Nussbutter baden, bevor er in Zucker gewälzt wird.
Was zeichnet einen guten Stollen aus?
Ein hochwertiger Stollen ist saftig, aromatisch und schwer, zu leichte Exemplare enthalten meist zu viel Luft und zu wenig Substanz, erklärt er. Entscheidend sind gute Zutaten, Sorgfalt und Geduld, das schmeckt man bei jedem Bissen.
Was gehört in den Stollen?
Seine Magie verdankt der Stollen einer ausgewählten Mischung aus Muskatblüte, Nelke, Kardamom, Zimt und Ingwer. Auch Rosinen gehören selbstverständlich dazu und zwar nicht erst seit gestern. Sie sind schon immer im traditionellen Rezept verankert. Die Butter spielt dabei eine Hauptrolle, denn sie ist verantwortlich für den vollen Geschmack und die Konsistenz. Und Margarine? Kommt beim echten Stollen nicht in die Schüssel.
Rum ist ebenfalls Teil des Originals, aber keine Pflicht. Wer möchte, kann den Stollen auch alkoholfrei backen. Dann handelt es sich allerdings eher um ein „schweres Hefegebäck“, meint Stefan. Natürlich gibt es heute viele Varianten, die den Klassiker neu interpretieren: Mandelstollen, Quarkstollen oder Mohnstollen, alle lecker, aber eben ein bisschen moderner.
Wie wäre es außerdem mit einer heißen Tasse Tee zum Stollen? In diesem Beitrag verraten wir euch spannende Fakten rund um den Tag des Tees und noch einiges mehr!

Tradition mit Gütesiegel: Der Dresdner Stollen
Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Braunschweig/Hannover des LAVES wird regelmäßig überprüft, ob Stollen die vorgeschriebene Zusammensetzung, Qualität und Kennzeichnung erfüllen. Grundlage dafür bilden die Leitsätze für Feine Backwaren der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission. Sie legen genau fest, welche Zutaten und Mengenverhältnisse einen echten Stollen ausmachen. Ihr merkt, das ist eine Wissenschaft für sich!
Auf 100 Kilogramm Mehl oder Stärke müssen nämlich unter anderem mindestens 30 Kilogramm Butter oder pflanzliche Fette sowie 60 Kilogramm Trockenfrüchte (also Rosinen, Sultaninen, Zitronat und Orangeat) verwendet werden. Stollen ohne weiteren Namenszusatz gelten stets als Rosinenstollen, daneben sind auch Varianten mit Nüssen, Mandeln, Mohn, Marzipan, Butter oder Quark verbreitet.
Der Dresdner Stollen ist jedoch nochmal spezieller. Diese traditionsreiche Spezialität besitzt eine geschützte geografische Angabe der Europäischen Union. Nur Backwaren, die im Raum Dresden hergestellt werden und bestimmte Zutatenverhältnisse einhalten, dürfen diesen Namen tragen. So muss ein echter Dresdner Stollen auf 100 Kilogramm Mehl mindestens 50 Kilogramm Butter, 65 Kilogramm Sultaninen, 20 Kilogramm Zitronat und/oder Orangeat sowie 15 Kilogramm Mandeln enthalten. Der geschützte Name darf ausschließlich für Stollen verwendet werden, die diesen Anforderungen entsprechen. Selbst Bezeichnungen wie „nach Dresdner Art“ oder „Typ Dresdner Stollen“ sind unzulässig, wenn sie außerhalb der geschützten Region produziert wurden.
Wenn ihr noch tiefer in weihnachtliche Bräuche eintauchen möchtet, entdeckt hier unseren Check zu einigen Traditionen!

Warum Rosinen nicht gleich Rosinen sind – Trockenfrüchte im Stollen
Alle Rosinenfeinde einmal weghören, denn wir schauen uns heute an, was die Trockenfrüchte im Stollen so besonders machen. Zugegeben, Trockenfrüchte, insbesondere Rosinen, wären für uns auch nicht der erste Snack, nach dem wir auf dem Sofa greifen würden, aber im Stollen machen diese wirklich viel aus! Was ist denn nun der Unterschied zwischen Rosinen, Sultaninen und Korinthen? Wir klären euch auf.
Rosinen
Die Rosine ist der Oberbegriff, während Sultaninen und Korinthen spezielle Sorten mit eigener Herkunft sind. Rosinen entstehen, wenn Trauben an der Sonne oder in speziellen Trocknungsanlagen schonend entwässert werden. Durch das Trocknen bekommen sie ihre typische süße Note und die dunkle, leicht glänzende Oberfläche. Damit sind sie aus unzähligen Backrezepten nicht wegzudenken und (nicht für uns, aber für viele andere) auch pur ein beliebter Snack.
Sultaninen
Sultaninen, auch „Sultanas“ genannt, stammen von der hellen Sultana-Traube. Sie sind etwas größer als gewöhnliche Rosinen, kernlos, dünnschalig und leuchtend goldgelb. Ihr Geschmack ist besonders mild und fruchtig, perfekt eben, um Stollen oder Hefezöpfen eine harmonische Süße zu verleihen.
Korinthen
Korinthen hingegen sind die kleinsten Vertreter der drei. Sie stammen ursprünglich aus der Region um die griechische Stadt Korinth und zeichnen sich durch ihre dunkle Farbe und ihr intensives Aroma aus. Ihr Geschmack ist kräftiger und leicht herber als der von Sultaninen. Also ideal, wenn ihr es aromatischer mögt.
Anknüpfend daran finden sich auch Klassiker wie Zitronat, Orangeat, Datteln oder Feigen in vielen Weihnachts- und Hefebackwaren wieder. Sie sorgen für ein besonderes Geschmackserlebnis und bringen eine fruchtige Note in den Teig.

Stollenduft in Ahrenshoop
Wir geben’s zu: Nach all dem Gerede über Butter, Rosinen und Zimtduft läuft auch uns das Wasser im Mund zusammen. Wenn es euch genauso geht – wunderbar! Ob ihr euch selbst an den Rührlöffel wagt oder lieber bei uns im SEASIDE Restaurant im THE GRAND Ahrenshoop vorbeischaut und euch am Nachmittag ein Stück Stollen mit Kaffee und Ostseeblick gönnt – Hauptsache, ihr genießt die Weihnachtsvorfreude in vollen Zügen.
Und übrigens: Falls ihr noch einen passenden Adventskalender sucht, könnte unser Pralinen-Kalender das Richtige für euch sein. In unserem Shop findet ihr außerdem viele schöne Geschenkideen und leckere Gewürzmischungen, perfekt für die Weihnachtszeit und darüber hinaus. Schaut gern vorbei!
Wir wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit, wenig Hektik und viele süße Augenblicke mit euren Liebsten!