Wind -und Kitesurfen an der Ostsee Ab auf’s Brett: Surfen lernen an der Ostsee

Ihr wolltet schon immer mit dem Wind unter den Segeln kiten oder mit einem Surfbrett auf den Wellen reiten? Dann seid ihr auf Fischland-Darß-Zingst genau richtig! Wir haben uns dem Thema mal genauer gewidmet.

Die Sonne scheint, es ist warm und die frische Ostseebrise lässt euch das Sommergefühl so richtig spüren. Ihr habt Lust, im Wasser etwas Neues auszuprobieren und die Menschen auf den Surfbrettern und den Kites sehen immer so cool aus? Dann seid ihr hier genau richtig. Wir haben alle wichtigen Informationen für euch zusammengetragen, um euch für einen Sommer auf den Wellen vorzubereiten.

Windsurfen, Wellenreiten oder Kiten – wo liegt der Unterschied?

Bevor wir euch erzählen, wo ihr die besten Wellen an der Ostsee für euer Board findet, wollen wir euch erstmal von den Möglichkeiten berichten, die es gibt, um Wellen zu reiten.

Windsurfen

Die Kombination des Wellenreitens und Segelns hat seinen Ursprung in den USA. In den sechziger Jahren gewann die Sportart immer mehr an Bedeutung, bis sie dann in den 1970er-Jahren nach Europa überschwappte.

Alles, was ihr zum Windsurfen benötigt, sind die geeignete Kleidung, ein Surfbrett und ein Segel. Natürlich braucht ihr auch ein wenig Wind unter den Segeln, damit ihr mit eurem Surfbrett über die Wellen reiten könnt. Da das Segel lenk- und kippbar ist, sind viele verschiedene Manöver und Tricks auf dem Surfbrett möglich.

Außerdem gibt es für das Windsurfen unterschiedliche Segel, die sich je nach Level und Bedingungen eignen.

  • Wavesegel: Dieses Segel ist besonders robust und wird eingesetzt, wenn ihr in den Wellen surft.  
  • Flachwassersegel: Die Konzeption dieser Segel zielt darauf ab, eine schnelle Gleitfähigkeit auf dem Wasser zu ermöglichen. Freeracesegel sind speziell für erfahrene Windsurfer geeignet, während Freeridesegel von Windsurfern aller Erfahrungsstufen genutzt und am häufigsten verwendet werden. 
  • Manöversegel: Diese Segel sind besonders handlich und somit bestens für Tricks auf dem Wasser geeignet. 

Wenn ihr selbst noch Anfänger seid, solltet ihr ein kleineres Segel für den Einstieg wählen.  

Beim Windsurfing ist viel Koordination und Armkraft gefragt.© Shutterstock, Aerial-motion
Beim Windsurfen spürt ihr den Wind unter dem Segel. © Shutterstock, Aerial-motion

Surfen  

Wenn ihr an die Inselkette Hawaii denkt, verbindet ihr die paradiesische Insel bestimmt auch mit dem Wassersport. Kein Wunder, denn von dort stammt das heutige Surfen, welches wir alle kennen.

Surfen ist in Europa seit den 1950er-Jahren bekannt, seitdem hat sich auch viel am Material und an der Form der Surfbretter verändert. Durch diese unterschiedlichen Formen haben sich eine Vielzahl an Surftechniken gebildet. Mit dem kleinen, spitzen Shortboard können schnelle Manöver und Surftricks an einer steilen Wellenwand ausgeführt werden, während auf dem langen Longboard ein entspannterer und flüssigerer Surfstil entstanden ist, der sich komplett von dem auf dem Shortboard unterscheidet.

Kitesurfen

Der Unterschied vom Kitesurfen zum Surfen liegt darin, dass ihr beim Kitesurfen von einem Lenkdrachen gezogen werdet. Dabei steht ihr aber, ähnlich wie beim Surfen, auf einem kleinen Surfbrett oder einem Wakeboard. Ihr nutzt dabei die Wellen und den Wind, um über das Wasser zu gleiten und sogar Sprünge zu absolvieren. Der Lenkdrachen, auch “Trapez” genannt, wird um den Körper geschnürt, sodass ihr ihn mit euren Armen steuert.

Doch woher stammt die Sportart? In China baute man bereits ca. 1000 v.Chr. Drachen aus Bambus und Seide, die durch den Vogelflug oder durch herabfallende Blätter inspiriert wurden. Die Idee, einen Drachen auf ein Surfbrett zu bringen, entwickelte sich über die Jahre weiter. Diese Entwicklung führte schließlich zum heutigen Kitesurfen.

Der Kite lässt euch höher fliegen und gibt euch den Adrenalinkick. Mit eurem Kite geht es dann hoch hinaus, über die Wellen. © Shutterstock, Wallenrock
Mit eurem Kite geht es dann hoch hinaus, über die Wellen. © Shutterstock, Wallenrock

Was braucht ihr für euren neuen Lieblingssport?

Natürlich gehört zum Kitesurfen, Windsurfen sowie zum Wellenreiten eine gute Ausrüstung, die euch auf den Wellen begleitet. Wir haben für euch zusammengetragen, was ihr alles benötigt, um gut vorbereitet zu sein:

  • Surf Bikini / Boardshorts  
  • Rash Guard / Lycra  
  • Surfleggins für Damen  
  • Surfponcho  
  • Sonnenhut / Cap (es gibt auch wasserfeste Surf-Caps für idealen Sonnenschutz beim Surfen)  
  • Sonnencreme  
  • Wetsuit (für sehr kaltes Wasser) 

Fürs Kitesurfen benötigt ihr:

  • ein Kite
  • ein Board
  • ein Trapez/Kiteharness (für die Befestigung des Kites am Körper)
  • einen Neoprenanzug
  • einen Helm
  • sowie eine Prallschutzweste (für euer Sicherheitsgefühl)

Mit dieser Ausrüstung solltet ihr gut für euren Trip auf dem Wasser vorbereitet sein.

Ein Balance-Board ist eine perfekte Übung für das Surfen. © Shutterstock, Gavrylovaphoto
Mit einem Balance-Board trainiert ihr eurer Gleichgewicht und die Koordinationsfähigkeit. © Shutterstock, Gavrylovaphoto

Müsst ihr körperlich fit für den Sport sein?   

Für den Beginn eurer Surfreise solltet ihr euch auf jeden Fall auch körperlich vorbereiten. Ohne körperliche Fitness und Vorbereitung wird das Surfen womöglich zu anstrengend für euch sein. Es wird kein Muskelpaket gefordert, aber eine gewisse Grundfitness steigert auf jeden Fall eure Erfolge auf dem Surfbrett. 

Dennoch geht es beim Windsurfen oder Kiten eben nicht nur um die Ausdauer oder Kraft, sondern auch um das Gleichgewicht, die Koordination und Beweglichkeit. Es gibt tatsächlich ein paar Sportarten, die euch dabei helfen, euren Körper bestmöglich auf das Surfen vorzubereiten:

  • Laufen
  • Paddeln
  • Yoga
  • Balance-Board
  • Schwimmen
  • Krafttraining

Die „Balance-Boards“ können euch beim Surfen helfen, indem sie eure Leistung, Gleichgewicht und Koordination verbessern. Ein Balance-Board ist am Anfang hilfreich. Es hilft dabei, ein Gefühl für das Halten des eigenen Körpers auf einem Board zu bekommen.

Surfen/Kiten lernen – wie viel Zeit braucht ihr dafür?

Das Erste, was ihr beim Surfen lernen auf keinen Fall benötigt, ist Zeitdruck und Stress. Nehmt euch genug Zeit, um euch auf dem Board sicher zu fühlen. Am besten übt ihr zuerst am Strand, um das Gefühl des Stehens auf einem Surfbrett zu bekommen.

Ebenfalls solltet ihr das Segel, welches ihr zum Windsurfen benötigt, unbedingt am Strand schon mal testen. Da das Segel auch eine gewisse Grundfitness voraussetzt, wäre dies der erste Schritt, um sich mit dem Windsurfen warm zu machen. Unser Tipp: Nehmt euch lieber 2-3 Wochen Zeit, um genug über das Surfen zu lernen, anstatt nur 2-3 Tage.

Es ist vollkommen okay, von eurem Board zu fallen und nicht direkt perfekt surfen zu können. Seid geduldig und gebt euch Zeit, dann wird es von ganz allein einfacher.

Kitesurfen lernen  

Tatsächlich könnt ihr das Kitesurfen etwas schneller erlernen als das Surfen. Denn dies benötigt in den meisten Fällen nur zwischen 6 und 12 Stunden. Natürlich ist das aber auch nur ein Richtwert und von Person zu Person unterschiedlich. Auf jeden Fall gilt: Wenn es nicht sofort klappt, nicht aufgeben und den Kopf hängen lassen!

Beim Kitesurfen ist Fitness und Koordination wichtig. Man muss den Kite steuern und das Gleichgewicht auf dem Board halten. Ebenfalls braucht ihr unbedingt eine gute Reaktionszeit, um der Kite schnell in den richtigen Winkel zu manövrieren. Es braucht nämlich Zeit und viel Kraft, das Kite nach rechts und links zu lenken.

Der Sommer lässt sich in Ahrenshoop so richtig genießen.
In Ahrenshoop könnt ihr ganz entspannt eure Seele baumeln lassen.

Wo könnt ihr Kiten und Surfen an der Ostsee und auf dem Bodden lernen?  

Wie wir nun wissen, ist das Surfen eine der ältesten Funsportarten in Europa. So weit müsst ihr aber gar nicht reisen, denn die deutsche Ostseeküste ist eines der beliebtesten Reviere, um die Wassersportarten zu erlernen. Das liegt zum einen daran, dass es hier flache und offene Küstenbereiche gibt, die sowohl Anfängern als auch erfahrenen Surfern viele Möglichkeiten bieten. Zum anderen ist die Ostsee aufgrund der vorherrschenden Winde aus Westen und Nordwesten ein beliebter Kite- und Surf-spot.

Surfspot Zingst  

Das Gute ist, dass alle Surfspots ganz leicht mit dem Auto erreichbar sind. Parken könnt ihr meist vor Ort auf vorgesehenen Wiesen oder direkt am Strand.

Einen der beliebtesten Surfspots an der Ostsee findet ihr in Zingst. Ihr braucht nur ungefähr eine halbe Stunde von Ahrenshoop aus. Dort tummelt sich von Anfängern bis hin zu den Profis jeder, der sich für das Surfen begeistert.

Ihr könnt an den markierten Stellen auf euer Board steigen. An der Surfbar könnt ihr einen leckeren Drink genießen und den aufregenden Tag ausklingen lassen.

Surfspot Saal

Ebenfalls könnt ihr an dem Surfspot in Saal eure Fähigkeiten im Surfen ausprobieren. Dort könnt ihr in den Schulen alles fürs Surfen und Kitesurfen lernen und Materialien ausleihen.

Glücklicherweise bieten viele Surfschulen an der Ostsee günstige Kurse für Anfänger und Neulinge an. Ebenfalls könnt ihr dort euch das benötigte Material für euren Tag auf der See ausleihen.

Genießt euren Surfurlaub mit euren Freunden und reitet auf den Wellen. © Shutterstock, oneinchpunch
Mit Freunden den Surfurlaub genießen – doppelt so viel Spaß! © Shutterstock, oneinchpunch

Gibt es Surfcamps an der Ostsee? 

Um eure Frage direkt zu beantworten: Ja! Es gibt sehr schöne Surfcamps an der Ostsee. In der Surfschule in Zingst könnt ihr innerhalb von 7 Tagen das Windsurfen erlernen. Dort werdet ihr die ersten zwei Tage intensiv geschult. Die restlichen fünf verbringt ihr dann auf eurem Surfbrett. Nach dem Surfen könnt ihr den Abend in der LaLaSurfBar verbringen und euch über eure Erfahrungen austauschen. 

In Dierhagen, ebenfalls eine halbe Stunde von Ahrenshoop entfernt, könnt ihr in der Surfschule LOOP an einem Tag oder an bis zu drei Tagen das Kiten lernen. In der Schule bekommt ihr euer eigenes Kite und habt genug Zeit zum Üben. Durch den Saaler Bodden gibt es in diesem Surfrevier immer viele Möglichkeiten, in den Stehbereichen das Kiten auszuprobieren. 

Je nach euren individuellen Wünschen und Bedürfnissen könnt ihr in dieser Surfschule unterschiedliche Pakete buchen. In der Basic-Option seid ihr in kleinen Gruppen von vier Personen. In der Premium-Option seid ihr nur zu zweit.  

Kein Hawaii-Urlaub vonnöten  

Ihr müsst nicht weit reisen, um Surfen oder Kiten zu lernen. Ihr könnt es ebenso gut bei einem Ostseeurlaub auf Fischland-Darß-Zingst ausprobieren. Unsere Strände können sich nämlich absolut sehen lassen. 

Wir hoffen, dass euch diese Informationen für die Planung eures Surfurlaubs für den Sommer weitergeholfen haben und euch nun nichts mehr im Weg steht, um euch auf euren Surfbrett zu schwingen und die Wellen zu reiten. Bis bald im schönen Ahrenshoop! 

Beitragsbild: © Shutterstock, Wallenrock

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