Klein, rund und gesund Maracuja vs. Passionsfrucht – Kennt ihr den Unterschied?

Maracuja oder doch Passionsfrucht? Entdeckt hier die Unterschiede und was die kleine Powerfrucht sonst so zu bieten hat.

Sie erinnert ein wenig an ein Überraschungsei: Außen eine dicke, lederartige Schale und innen ein leuchtend gelbes bis orangefarbenes Fruchtfleisch. Die Rede ist von der Maracuja. Oder etwa doch von der Passionsfrucht? In diesem Beitrag erfahrt ihr, ob es wirklich einen Unterschied gibt und was es mit den tropischen Verwechslungsfrüchten auf sich hat.

Zwei reife, violette Maracujas werden von einer Person in der Hand festgehalten, eine der beiden ist bereits geöffnet.
Violette Schale statt gelb? Kein Grund zur Verwirrung. In diesem Beitrag erfahrt ihr, warum das ganz normal für eine Maracuja ist. © Adobe Stock, nungning20

Harte Schale, weicher Kern

Wir alle kennen den Geschmack von einer frischen Maracuja: Süß, fruchtig, ein wenig sauer. Allein der Gedanke daran lässt uns beim Schreiben das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ob in Säften, als Kuchen oder pur gelöffelt, Maracujas schmecken immer nach Sommer. Mit ihrer runden Form und dem leuchtend gelben Fruchtfleisch ist die Maracuja nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Leckerbissen für zwischendurch.

Doch was steckt eigentlich hinter dieser Tropenfrucht, die so selbstverständlich in Smoothies auftaucht, aber im Obstregal oft für Verwirrung sorgt? Warum sieht sie mal lila aus und mal gelb? Und woran erkennt man eigentlich, ob sie wirklich reif ist? Das und vieles mehr erfahrt ihr hier bei uns.

Woher kommt die Maracuja?

Maracujas sind echte Sonnenanbeter. Kein Wunder, denn sie stammen ursprünglich aus den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas, wo warme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und reichlich Sonnenlicht ideale Bedingungen für ihr Wachstum bieten. In ihrer Heimat ranken sich die Maracujapflanzen an Bäumen und Zäunen empor und tragen dort nicht nur leckere Früchte, sondern auch auffallend schöne Blüten.

Inzwischen sind die aromatischen Früchte auch in anderen Teilen der Welt heimisch geworden – etwa in Afrika, Australien und Südostasien. Die meisten der Maracujas, die in deutschen Supermärkten angeboten werden, stammen heute aus Brasilien, einem der größten Anbauländer weltweit.

Der Begriff „Maracuja“ hat seine Wurzeln in der Sprache der Tupi, einem indigenen Volk Südamerikas. Übersetzt bedeutet er so viel wie „Speisegefäß“. Eine passende Beschreibung, wenn ihr uns fragt, denn nach dem Aufschneiden lässt sich das gelb-orangene Fruchtfleisch mitsamt der schwarzen Kerne ganz einfach auslöffeln.

Was ist der Unterschied zwischen einer Maracuja und einer Passionsfrucht?

Kommen wir nun zu einer Frage, die die Welt bewegt und Meinungen spaltet. Die einen sagen Passionsfrucht, die anderen Maracuja. Aber was ist denn nun richtig?

Zuallererst lässt sich festhalten, dass Maracujas ursprünglich betrachtet zur Familie der Passionsblumengewächse gehören. Somit sind sie eng miteinander verwandt. Trotz dessen gibt es botanische Unterschiede, denn die Passionsfrucht (botanisch Passiflora edulis) ist meist kleiner, hat eine violett-dunkle Schale und ein intensiv aromatisches, süß-säuerliches Fruchtfleisch. Sie wird oft pur gelöffelt und ist bei uns häufiger im Supermarktregal zu finden.

Die Maracuja hingegen gehört zu einer anderen Unterart (Passiflora edulis f. flavicarpa), ist in der Regel größer, hat eine gelbliche bis grünlich-gelbe Schale und das Fruchtfleisch ist etwas säuerlicher und saftiger. Sie wird deshalb häufig zur Saftproduktion verwendet. Die häufige Verwechslung kommt vor allem durch die optischen Vorteile der dunkleren Passionsfrucht, denn ihr kräftiger Farbkontrast wirkt in Werbung und Verpackungsdesign oft attraktiver und hat sich so als Bild in unseren Köpfen festgesetzt.

Kurz gesagt: Alle Maracujas sind Passionsfrüchte, aber nicht alle Passionsfrüchte sind Maracujas.

Cocktail mit Passionsfrucht, serviert auf einem Holzbrett.
Na, Lust auf einen leckeren Cocktail? Dann ab ins SEASIDE des THE GRAND Ahrenshoop!

Was harmoniert mit Maracuja?

Die Maracuja lässt sich mit so vielem kombinieren, wie ihr gleich sehen werdet. Ob ihr es süß oder sogar herzhaft mögt, die kleine Frucht ist ein echtes Multitalent und bringt in jedes Gericht eine fruchtige Frische. Kein Wunder also, dass sie auch in Getränken ganz vorne mit dabei ist. Mit ihrem intensiven, leicht säuerlichen Aroma zählt die Maracuja, oder auch Passionsfrucht, zu den beliebtesten Zutaten für Cocktails und Mocktails. Im SEASIDE findet ihr deshalb eine vielfältige Cocktailauswahl, unter anderem mit unserem heutigen Star des Beitrags: der Maracuja.

Falls ihr noch Inspirationen für euren nächsten Cocktailabend braucht, findet ihr hier einige Sommergetränke, die wirklich lecker sind.

Milchprodukte:

  • Joghurt
  • Panna Cotta
  • Quark
  • Mascarpone
  • Sahne

Süßes:

Getränke:

  • Sekt
  • Rum
  • Gin
  • Tonic

Herzhaftes:

  • Lachs
  • Garnelen
  • Hähnchen
  • Avocado
  • Käse
  • Frischkäse
  • Chili

Viele Kombinationen klingen erst einmal ungewöhnlich, wir können euch aber sagen, dass es sich lohnt, kreativ zu werden und einiges auszuprobieren. Vielleicht entdeckt ihr ja eure nächste Lieblingskombination.

Und falls ihr euch selbst als Barkeeper versuchen möchtet, findet ihr hier ein passendes Cocktailrezept zum Nachmachen.

Warum ist Maracuja so gesund?

Maracuja sieht nicht nur niedlich aus, sondern hat auch in Sachen Gesundheit einiges auf dem Kasten. Die kleine Powerfrucht ist voll mit Vitamin C, das das Immunsystem stärkt, und liefert außerdem Beta-Carotin (Provitamin A), das gemeinsam mit Vitamin C antioxidativ wirkt. Auch B-Vitamine, die für Nerven und Energiehaushalt wichtig sind, stecken in ihr, genauso wie Kalium, das den Blutdruck reguliert.

Mit rund 7 g Ballaststoffen pro 100 g übertrifft sie viele andere Früchte und unterstützt damit aktiv eure Verdauung. Sie enthält zudem etwa 2,1 g Eiweiß pro 100 g und somit fast dreimal so viel wie der Fruchtdurchschnitt. Und auch in Sachen Mineralstoffe hat sie einiges zu bieten, denn Eisen, Zink, Kupfer und Kalium machen sie zu einem echten Nährstoffpaket.

Nicht zu vergessen: Maracuja ist reich an Antioxidantien wie Flavonoiden und Anthocyanen, insbesondere Cyanidinen, die ihr orangefarbenes Fruchtfleisch färben und für ihre zellschützende, entzündungshemmende Wirkung bekannt sind. Wie ihr seht, ist die Maracuja nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund. Ein echtes Multitalent eben.

Wann ist die Maracuja reif?

Genau wie bei einer Wassermelone ist es auch bei der Maracuja gar nicht so leicht zu erkennen, wann sie den perfekten Reifegrad erreicht hat. Während Wassermelonen-Liebhaber auf Tricks wie Klopfen oder Drücken setzen, braucht es bei der Maracuja ein wenig anderes Feingefühl, aber auch hier gibt es klare Hinweise.

Eine reife Maracuja erkennt man nämlich an ihrer runzligen Schale. Anders als bei vielen anderen Früchten ist das kein Mangel, sondern ein Qualitätsmerkmal. Die Frucht hat etwas Wasser verloren, gewinnt dafür aber an Aroma und Süße. Auch am Gewicht lässt sich einiges ablesen, denn sie sollten sich stets schwer und prall anfühlen. Ein intensiver, tropischer Duft deutet ebenfalls auf Reife hin. Und nicht zuletzt ist die Farbe entscheidend. Echte Maracujas leuchten gelb, Passionsfrüchte meist dunkelviolett. In beiden Fällen gilt: gleichmäßig gefärbt bedeutet reif, ist sie noch grün gefärbt, bedeutet das unreif.

Reifende Maracujas an einer Pflanze mit leuchtend grünen Blättern in der Sonne.
Mit etwas Geduld reifen hier die aromatischen Früchte heran. © Adobe Stock, ChenPG

Wie lange braucht eine Maracuja, bis sie Früchte trägt?

Schon einmal überlegt, in den Genuss einer eigenen Maracuja zu kommen? Damit meinen wir: Selbst bepflanzt, gepflegt und geerntet? Für alle Gartenfreunde und Pflanzenliebhaber könnte es nun interessant werden, denn die Maracuja, botanisch Passiflora edulis, lässt sich tatsächlich auch in heimischen Gärten oder auf dem Balkon kultivieren.

Zuallererst sind Maracujas nicht winterhart und sollten daher in einem ausreichend großen Kübel gehalten werden, der im Herbst problemlos ins Haus geholt werden kann. Während der warmen Monate fühlt sich die Pflanze an einem geschützten, sonnigen Platz auf Balkon oder Terrasse besonders wohl. Gegossen wird regelmäßig, Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Damit die Pflanze Früchte trägt, benötigt sie zudem viel Licht, konstante Wärme und, sofern sie drinnen steht, am besten eine Handbestäubung.

Mit etwas Glück und guter Pflege erscheinen nach der Blüte im Spätsommer erste Früchte. Wer seine Maracuja aus Samen ziehen möchte, kann das mit etwas Geduld ganz einfach selbst versuchen. Wichtig ist, dass die Samen aus einer vollreifen Frucht stammen.

Und so gehts:

1. Samen vorbereiten

Entnehmt die Kerne aus einer reifen Maracuja und entfernt alle Fruchtfleischreste gründlich (das klappt gut unter fließendem Wasser). Anschließend die Samen auf einem Küchentuch vollständig trocknen lassen. Wer mag, kann sie danach leicht abreiben, um sie sauberer zu bekommen.

2. Aussaat

Setzt die getrockneten Samen in Anzuchterde oder ein rein mineralisches Substrat – etwa 0,5 bis 1 cm tief. Achtet darauf, die Erde gleichmäßig feucht zu halten, aber vermeidet Staunässe. Ein heller, warmer Platz fördert das Keimen, und mit einer durchsichtigen Abdeckung (z. B. Folie oder Glas) lässt sich zusätzlich die Luftfeuchtigkeit erhöhen, das verbessert die Keimchancen deutlich. Mit etwas Geduld entwickelt sich aus dem kleinen Samen eine tropische Kletterpflanze, die euch mit ihren außergewöhnlichen Blüten und bei optimalen Bedingungen, sogar mit leckeren Früchten belohnt.

Ein Dessert mit Passionsfrucht und Kokosnuss auf einem grünen Teller, serviert auf der Terrasse des SEASIDE in Ahrenshoop.
Sieht das nicht lecker aus? Probiert doch selbst im SEASIDE des THE GRAND Ahrenshoop!

Ostsee im Herzen und Maracuja im Glas – Urlaub in Ahrenshoop 

Ach ja, einfach mit einem Maracuja-Cocktail in der Hand am Strand oder auf dem Balkon sitzen, den Blick in die Ferne schweifen lassen und dabei zusehen, wie die Möwen gemächlich über den Sand watscheln. Genau so fühlt sich Urlaub an, besonders in Ahrenshoop.

Falls Ihr noch nie hier wart, können wir euch versichern, dass Ahrenshoop eine Reise wert ist. Hier könnt ihr nicht nur viel erleben, sondern habt wunderschöne Natur und Strandurlaub in einem. Besonders die Nähe zur Ostsee zeichnet sowohl das STRANDHAUS Ahrenshoop als auch das THE GRAND Ahrenshoop aus und lässt dabei keine Wünsche offen. Ob bei einer Runde Wellness in der Pool- und Saunawelt des THE GRAND Ahrenshoop oder beim Genuss regionaler Küche im Restaurant ZIMTZIEGE des STRANDHAUS Ahrenshoop. Hier verbindet sich bewusster Genuss mit echter Auszeit.

Und apropos Genuss: Unbedingt probieren solltet ihr den Cocktail „Love Passion“. Zusammen mit dem karamelligen Passionsfrucht-Törtchen aus dem SEASIDE ergibt das die perfekte Kombi. Weitere Highlights findet ihr auch in der Getränkekarte.

In diesem Beitrag bekommt ihr übrigens spannende Einblicke in die SEASIDE Lounge des THE GRAND Ahrenshoop. Freut euch auf entspannte Stunden mit weitem Blick aufs Meer und richtig gutem Essen.

Nun lasst es euch schmecken und auf an die Ostsee!

Beitragsbild: © Adobe Stock, New Africa

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