Strandausritt für Groß und Klein Reiten an der Ostsee

Wir denken, dass wir nicht zu viel versprechen, wenn wir sagen, dass es in und um Ahrenshoop für jedermann einiges zu erleben gibt. Wahrscheinlich habt ihr auch schon das eine oder andere To-do auf eurem Zettel. Dabei gibt es eine Aktivität, für die ihr euch auf jeden Fall Zeit nehmen solltet: Reiten an der Ostsee

Ob groß, klein, Profi oder Anfänger: Reiten an der Ostsee ist sowohl für Familien als auch für Paare oder Alleinreisende ein echtes Highlight im Urlaub. Auf Fischland-Darß-Zingst gibt es tolle Reiterhöfe, die das Herz von Pferdefans und solchen, die es noch werden wollen, garantiert höherschlagen lassen. In diesem Beitrag erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst.

Welche Reiterhöfe gibt es bei Ahrenshoop?

Also wenn Ahrenshoop mit seinem kilometerlangen Strand und der atemberaubenden Natur nicht die perfekte Kulisse zum Ausreiten bietet, dann wissen wir es auch nicht. Wir haben uns für euch auf die Suche nach den wohl schönsten Reiterhöfen in der Umgebung gemacht.

1. Islandpferdehof Fischland

Was den Islandpferdehof in den südlichen Ausläufern von Ahrenshoop so besonders macht, sind wohl seine Namensgeber: die Isländer. Isländer sind eine ganz einzigartige Pferderasse. Während die meisten von ihnen nur drei Gangarten angeboren haben, nämlich Schritt, Trab und Galopp, haben die Isländer noch zwei weitere, Pass und Tölt – auf die Unterschiede kommen wir an späterer Stelle noch einmal zurück. Jedenfalls sind Isländer sehr sanfte, gutmütige Tiere und nicht allzu groß. Das macht sie zur perfekten Wahl für Kinder oder Anfänger im Allgemeinen.

Auf dem Islandpferdehof könnt ihr entweder einen Kurs besuchen, in dem ihr erstmal sattelfest werdet und euch in den Grundgangarten üben könnt. Wenn ihr dann so weit seid, könnt ihr nach Absprache einen mehrstündigen Geländeritt machen und verschiedene tolle Orte entdecken. Ein Tagesritt führt euch zum Beispiel an den Darßer Weststrand und einer durch den Darßer Ort.

2. Die Bernsteinreiter

Der Reiterhof Bernsteinreiter in Ribnitz-Damgarten ist wohl der Inbegriff von Spiel und Spaß für die ganze Familie. Die Auswahl an Pferden ist sehr vielseitig. Es gibt sowohl edle Zuchtpferde als auch Ponys, die mit euch auf dem Rücken entweder Reitstunden absolvieren oder herrliche Ausritte durch die Natur machen – ob durch den Wald, über Wiesen oder am Strand.

Auch Kutschfahrten und ein besonderes Programm zur Betreuung der Kinder wird angeboten. Ein Highlight ist auf jeden Fall der Streichelzoo, in dem ihr Ziegen, Schafe, Kaninchen und weitere Tiere besuchen könnt. Falls euch danach der Magen grummelt oder euch nach einer Erfrischung ist, könnt ihr das Bernsteinreiter-Team im gemütlichen Hofcafé oder im -restaurant besuchen und es euch richtig gut gehen lassen. Hier erwarten euch köstliche regionale Speisen.

Lange Ausritte auf dem Rücken eines Pferdes oder auf einer Kutsche sind ein Garant für einen tollen Nachmittag. © Bernsteinreiter Hirschburg e.V.
Wart ihr schon einmal auf dem Rücken eines Pferdes in der Ostsee? Bei den Bernsteinreitern ist dies möglich! © Bernsteinreiter Hirschburg e.V.

3. Reiterhof Andreas Völkner

Direkt in Ahrenshoop findet ihr außerdem den Reiterhof von Andreas Völkner. Hier erwarten euch 14 Schulpferde, wieder in allen Größen und auf verschiedene Kenntnisse ausgelegt, also sowohl für erfahrene als auch für unerfahrene Reiter geeignet. Für alle, die Lust haben, warten hier atemberaubende Kutschfahrten durch die wunderschöne Landschaft Ahrenshoops. Begebt euch auf kilometerlange Ausritte entlang der Steilküste, durch die Boddenwiesen, die Küstenwälder und entlang des Strandes.

Wann ist die beste Jahreszeit zum Reiten?

Auch wenn euch im Sommer natürlich die Temperaturen etwas entgegenkommen, spricht auch in den kühleren Jahreszeiten absolut nichts gegen einen schönen Ausritt durch die Natur. Ganz im Gegenteil – so könnt ihr unsere Landschaft noch einmal auf eine ganz andere Art entdecken. Also packt euch warm ein und ab aufs Pferd. In der Nebensaison (von Oktober bis April) dürft ihr auch eure Ausritte am Strand durchführen und das Meer vom Rücken eures Pferdes genießen.

Auf den Reiterhöfen werden sowohl erfahrene als auch neue Reiter fündig. © Shutterstock, Pawel Kazmierczak
Auf den Reiterhöfen werden sowohl erfahrene als auch neue Reiter fündig. © Shutterstock, Pawel Kazmierczak

Welche Gangarten haben Pferde?

Ihr kennt bestimmt die drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. Der Schritt ist die langsamste Gangart eines Pferdes, beim Trab verfällt das Pferd in eine schnelleren Zweitaktgangart und Galopp die schnellste der dreien. Die meisten Pferderassen beherrschen nur noch diese drei Gangarten. Wie bereits erwähnt, können Islandpferde teilweise noch zwei weitere Gangarten, Tölt und Pass, diese nennt man dann Fünfgänger.

Beim Tölt geht das Pferd in stolzer Haltung mit hoher Aktion in der Vorderhand. Der Tölt ist ähnlich langsam wie der Schritt, Reiter:innen sitzen beim Tölt aber nahezu erschütterungsfrei auf dem Rücken des Pferdes. Der Pass oder Rennpass ist eine spektakuläre Gangart, bei der das Pferd über kurze Strecken Geschwindigkeiten von 45 km/h erreicht. Dabei treten immer nur die Hufe derselben Seite auf, wodurch ein Zweitakt entsteht.

Die meisten Pferde können nur drei Gangarten. Einige Rassen, wie die Isländer, können bis zu fünf verschiedene Gangarten. © Shutterstock, AnnaElizabeth photography
Die meisten Pferde können nur drei Gangarten. Einige Rassen, wie die Isländer, können bis zu fünf verschiedene Gangarten. © Shutterstock, AnnaElizabeth photography

Wann haben Menschen eigentlich mit dem Reiten angefangen, auf Pferden zu reiten?

Die Geschichte des Reitens reicht viele tausende Jahre zurück. Die erste Aufzeichnung von reitenden Menschen stammt aus dem Jahre 2800 vor Christus. Damals wurden Pferde zu praktischen Zwecken genutzt, hauptsächlich als Transportmittel und als Vorteil im Krieg. Es gab ganze Reitervölker, die Pferde züchteten und Kriegertruppen ausbildeten. Diese waren ihren Gegnern mit Hilfe der Pferde in Schnelligkeit sowie Wendigkeit weit überlegen und konnten so das Feld beherrschen.

Einige Zeit später, in der griechischen Antike, kam man auf die Idee, Pferde gezielt auszubilden. Bei den 71. Olympischen Spielen 496 vor Christus wurde das Reiten erstmals offiziell als sportliche Disziplin eingeführt.

Im Mittelalter wurden Pferde für verschiedene Arbeiten gebraucht, zum Beispiel für den Transport, die Landwirtschaft und andere alltägliche Dinge. Außerdem wurden sie weiterhin für den Kampf und für Turniere genutzt, wie ihr bestimmt alle aus Rittergeschichten kennt. Am beliebtesten war das Lanzenreiten, bei dem zwei Reiter im gestreckten Galopp aufeinander zuritten und versuchten, sich gegenseitig vom Pferd zu stoßen.

Im 16. Jahrhundert entwickelte sich dann die Reitkunst vorerst in Italien und breitete sich immer weiter aus. Zu dieser Zeit begannen die Menschen, Akademien fürs Reiten zu gründen, und besonders in der Ausbildung junger adliger Männer bekam es einen hohen Stellenwert. Die Disziplinen Springen und Dressur wurden eingeführt und so wie sich der Nutzen der Tiere änderte, tat es auch der Umgang mit ihnen. Eine gute Beziehung zwischen Pferd und Reiter wurde immer mehr in den Vordergrund gestellt und ist bis heute die Grundlage der Reitkunst.

Was hat es mit dem Tonnenschlagen auf sich?

Und wo wir gerade schon mal bei der Geschichte des Reitens sind: Habt ihr schonmal etwas vom Tonnenabschlagen gehört? Dabei handelt es sich um eine alte Tradition auf Fischland-Darß-Zingst, bei der alle Einwohner der Halbinsel zusammenkommen und gemeinsam den Wettkampf des Tonnenabschlagens feiern. Falls ihr mehr über die Tradition lernen wollt, lest gerne unseren Beitrag darüber.

Auch im Winter bringt ein kleiner Ausritt großen Spaß. © Shutterstock, TunedIn by Westend61
Auch im Winter bringt ein kleiner Ausritt großen Spaß. © Shutterstock, TunedIn by Westend61

Was für gesundheitliche Vorteile hat das Reiten?

Ja genau, ihr habt richtig gehört. Reiten macht nämlich nicht nur unglaublich viel Spaß, sondern kann auch ein Wundermittel für die Gesundheit sein. Die frische Luft und die Bewegung, die der Stallalltag mit sich bringt, sind nur ein ganz kleiner Vorgeschmack.

Körperliche Vorteile des Reitens:

  • trainiert den Gleichgewichtssinn,
  • verbessert die Koordinationsfähigkeit,
  • kräftigt die gesamte Körpermuskulatur,
  • beugt Bandscheibenvorfälle und Haltungsschäden vor,
  • kann bereits vorhandene Haltungsschäden korrigieren,
  • vermindert Muskelverspannungen,
  • verbessert die Körperwahrnehmung.

Psychische Vorteile des Reitens:

  • Setzt Endorphine frei, die sowohl dem Alterungsprozess als auch allgemeinem Stress entgegenwirken,
  • Das Zusammensein mit Pferden stärkt Vertrauen und Selbstbewusstsein.
  • verbessert die Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeitsspanne und Gedächtnisfunktion,
  • lehrt Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen Lebewesen,
  • Es fördert Empathie und hilft, psychische Schwierigkeiten wie Depressionen zu überwinden und vorzubeugen.

Reiten fördert also Geist und Seele. Es wirkt therapeutisch und bringt uns dazu, mehr an der frischen Luft und unter Leuten zu sein.

Worauf wartet ihr noch?

Wie ihr seht, gibt es in und um Ahrenshoop mehr als eine Gelegenheit, die atemberaubende Natur unserer schönen Halbinsel auf dem Rücken der Pferde zu bestaunen. Wir freuen uns, euch in einem unserer Häuser begrüßen zu dürfen und euren Urlaub mit einem tollen Hotelerlebnis abzurunden.

Beitragsbild: © Shutterstock, German Globetrotter

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